Test: Anker SOLIX Solarbank Max AC – Der leistungsstarke AC-gekoppelte Heimspeicher

AC-gekoppelter Plug & Play Stromspeicher Anker SOLIX Solarbank MAX Ac test

Die Anker SOLIX Solarbank Max AC ist ein robuster und leistungsstarker AC-gekoppelter Plug & Play Stromspeicher mit einer beachtlichen Basiskapazität von 7 kWh. Während unseres ausgiebigen Praxistests erreichte das System eine hervorragende Bewertung von ⭐ 4,5 / 5, womit es direkt zu 🏆 „Unser Favorit“ gekrönt wurde. Die Solarbank zeichnet sich durch die hohe Reaktionsgeschwindigkeit auf Schwankungen im Stromverbrauch aus, was sie ideal für eine Nulleinspeisungs-Konfiguration macht. Darüber hinaus fällt das System durch sein schlankes, modernes Design und die hohe Leistung von 3.500 W auf. Dies alles geht Hand in Hand mit einer guten Effizienz und einer sehr benutzerfreundlichen App, die über eine schöne Schnittstelle für dynamische Tarife verfügt.


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Inhalt

  1. Einführung
  2. Technische Spezifikationen
  3. Sicherheit
  4. Unboxing
  5. Aussehen & Design
  6. Installation
  7. App-Funktionalität
  8. Lokale Home Assistant-Integration und open cloud-API
  9. Off-Grid-Steckdose
  10. Praxis: Nulleinspeisung
  11. Praxis: Wirkungsgrad
  12. Praxis: Wärme & Geräusch
  13. Praxis: Standby-Verbrauch
  14. Praxis: Mikrowechselrichter an Off-Grid-Anschluss anschließen
  15. Vergleich mit der Konkurrenz
  16. Preis pro kWh
  17. Fazit

1. Einführung


Anker SOLIX

Wer an Anker denkt, denkt wahrscheinlich im ersten Moment aan Ladekabel, Powerbanks und Audiozubehör. Das im Jahr 2011 von einem ehemaligen Google-Ingenieur gegründete Unternehmen entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem weltweiten Tech-Giganten. Unter dem Dach von Anker Innovations fallen mittlerweile große Konsumentenmarken wie eufy (bekannt für smarte Türklingeln und Sicherheitskameras) und Soundcore (Audio).


Mit dieser enormen Expertise in Akkutechnologie und Software war der Schritt in den Energiemarkt ein logischer. Unter der Flagge von Anker SOLIX richtet sich der Hersteller nun voll auf Heimspeicher und Solarenergie. Was mit kompakten, tragbaren Powerstations begann, ist mittlerweile zu einem erwachsenen Line-up von festen Energiespeichersystemen herangewachsen. Anker SOLIX versucht hierbei, die vertraute „Plug-and-Play“-Philosophie und ihr starkes App-Ökosystem mit den Bedürfnissen des Großverbrauchers zu kombinieren. In diesem Review testen wir, ob ihr neuester Heimspeicher dieses Versprechen in einem Markt einlöst, der nach smarten Energielösungen lechzt.


Anker SOLIX Solarbank Max AC

Die Anker SOLIX Solarbank Max AC ist ein modularer Heimspeicher, der als Zwischenstation zwischen bestehenden Solarmodulen und dem Stromnetz fungiert. Im Gegensatz zu früheren, kleineren Modellen von Anker ist dieses System für vollständige Dachsysteme und größere Haushalte gedacht, die ihren Eigenverbrauch optimieren wollen.


Das System basiert auf einer AC-gekoppelten Batterie. Das bedeutet, dass die Batterie über das bestehende Wechselstromnetz des Hauses geladen wird, wodurch der aktuelle Wechselrichter der Solarmodule nicht ausgetauscht werden muss. Mit einer Speicherkapazität, die bei 7 kWh beginnt und auf 42 kWh erweitert werden kann, konzentriert sich die Solarbank Max AC auf das Überbrücken des Zeitraums zwischen der Erzeugung am Tag und dem Verbrauch am Abend oder in der Nacht für vollelektrische Haushalte.

Was direkt auffällt, ist die beeindruckende Basiskapazität. Während die aktuelle Generation von Plug & Play Stromspeichern oft zwischen 1,6 und 2,7 kWh stecken bleibt, beginnt die Max AC direkt bei 7 kWh. Einzigartig ist, dass diese volle Kapazität auch wirklich nutzbar ist; es werden keine 10 % als Sicherheitsmarge reserviert, sodass man jede Wattstunde tatsächlich nutzen kann. Dies ist dank einer neuen Technologie möglich, die Anker entwickelt hat. Man kann die Batterie dann auch mit gutem Gewissen bis auf 0 % entladen. Dadurch, dass man die vollen 7,2 kWh netto nutzen kann, ohne eine Reserve von 10 % einhalten zu müssen, ist die Kapazität in der Praxis vergleichbar mit der eines traditionellen 7,9 kWh-Speichers.


Durch die hohe Schutzart (IP66) und das Fehlen einer aktiven Kühlung (Ventilatoren) ist das Gerät sowohl für die Innen- als auch für die Außenaufstellung konzipiert, wobei der Fokus auf einer langen Lebensdauer und minimalen Installationsauswirkungen liegt.



Wichtigste Eigenschaften der Solarbank Max AC

  • Speicherkapazität Basisbatterie von 7 kWh (LiFePO₄), erweiterbar auf bis zu 42 kWh
  • Leistung AC-Ausgang von 0–800 W über eine Standardsteckdose und bis zu 3.500 W vorzugsweise an einer eigenen Gruppe
  • Smartes Energiemanagement KI-gesteuertes Regelsystem
  • Steuerung & Integration Anker SOLIX-App (WiFi/Bluetooth)
  • Installationskomfort Plug-and-Play über eine Standardsteckdose (bis zu 800 W)
  • Anka KI-Assistent Mittels einer Chatschnittstelle kann man alle möglichen Fragen zum System stellen, wobei die Antworten auf den Leistungen und dem aktuellen Status des eigenen Systems basieren. Zudem ist es möglich, dem System über diese Chatschnittstelle Befehle für den Start des Ladens und Zeitpläne zu geben.

2. Technische Spezifikationen

🔋 Anker SOLIX Max AC – Technische Spezifikationen

Plug-and-Play Heimspeicher mit AC-koppeling | Erweiterbar von 7 bis 42 kWh | Alle Angaben laut Datenblatt

Konfigurationen & Kapazität (Hauptmodul + Erweiterungen)
Nennkapazität [kWh]7 · 14 · 21 · 28 · 35 · 42
Abhängig von der Anzahl der BP7000 Module (max. 5)
Hauptmodul + Akkus1 · 1+1 · 1+2 · 1+3 · 1+4 · 1+5
AC-Eingang / Ausgang (netzgekoppelt)
Nenneingangs- / Ausgangsspannung [V]220 / 230 Va.c., L+N+PE
Nennfrequenz [Hz]50 / 60
Nenneingangsstrom [A]15,2 A a.c. (7 kWh) · 16 A a.c. (≥14 kWh)
Max. kontinuierlicher Eingangsstrom [A]15,2 A a.c. (7 kWh) · 16 A a.c. (≥14 kWh)
Nennausgangsstrom [A]15,2 A a.c. (7 kWh) · 16 A a.c. (≥14 kWh)
Max. kontinuierlicher Ausgangsstrom [A]15,2 A a.c. (7 kWh) · 16 A a.c. (≥14 kWh)
Nennwirkleistung am Ausgang [kW]0,8 / 3,5 kW
Max. Scheinleistung am Ausgang [kVA]3,68 kVA
Spitzenleistung (3s) [W]5.250 W (7 kWh)
7.500 W (≥14 kWh)
Spitzenleistung (1s) [W]7.000 W (7 kWh)
10.000 W (≥14 kWh)
Leistungsfaktor0,8 kapazitiv – 0,8 induktiv
AC-Backup-Ausgang (off-grid / EPS)
Nennausgangsspannung [V]220 / 230 Va.c., L+N+PE
Nennfrequenz [Hz]50 / 60
Nennausgangsstrom [A]16 A a.c.
Max. kontinuierlicher Ausgangsstrom [A]16 A a.c.
Nennwirkleistung am Ausgang [kW]3,5 kW
Max. kontinuierliche Scheinleistung [kVA]3,68 kVA
Leistungsfaktor0,8 kapazitiv – 0,8 induktiv
Batteriesystem (Hauptmodul + LFP-Akku)
BatterietypLi-Ion (LFP) – wiederaufladbar
Nennkapazität gesamt [kWh]7 bis 42 (abhängig von der Anzahl der Erweiterungen)
Zellkapazität [Ah]314 Ah (pro Modul)
Lebensdauer (Zyklen)10.000 Zyklen
Entladetiefe (DoD)100%
Nennklemmenspannung [V d.c.]400 V d.c.
Batteriespannungsbereich [V d.c.]360 – 450 V d.c.
Max. Lade-/Entladeleistung [kW]3,5 kW (7 kWh)
3,68 / 5 kW (≥14 kWh)
Max. kontinuierlicher Lade-/Entladestrom [A]9,7 A d.c. (7 kWh)
10,2 / 13,9 A d.c. (≥14 kWh)
Nennspannung pro Modul [V]22,4 V d.c.
Optionales Erweiterungsmodul – Anker SOLIX BP7000
BatterietypLi-Ion (LFP) Modul
Nennkapazität [kWh]7 kWh
Zellkapazität [Ah]314 Ah
Lebensdauer10.000 Zyklen
Entladetiefe100%
Nennlade-/Entladeleistung [kW]3,5 kW
Max. Lade-/Entladestrom [A]180 A
Nennklemmenspannung [V d.c.]400 V d.c.
Klemmenspannungsbereich [V d.c.]360 – 600 V d.c.
Nennspannung pro Modul [V]22,4 V d.c.
Maximale Anzahl an Erweiterungen5 Stück pro Hauptmodul
Allgemeine Spezifikationen & Umgebung (Hauptmodul)
Abmessungen (L×H×B) [mm]670 × 356 × 325 · 670 × 631 × 325 · 670 × 906 × 325 · 670 × 1181 × 325 · 670 × 1.456 × 325 · 670 × 1.731 × 325
Gewicht [kg]73 · 136 · 199 · 262 · 325 · 388
Abmessungen BP7000 Modul [mm]670 × 275 × 285
Gewicht BP7000 Modul [kg]63
Wechselrichter-TopologieGalvanisch getrennt (isolated)
Betriebstemperatur [°C]-20 bis +55
Relative Luftfeuchtigkeit [%]0 – 95%
SchutzklasseKlasse I
IP-SchutzartIP66
KorrosionsschutzklasseCS-M
KühlungNatürliche Konvektion
Max. Aufstellungshöhe [m]≤ 4000 m
ÜberspannungskategorieIII (MAINS), II (BAT)
InstallationBodenstehend, auf Standfuß (separat erhältlich)
AufstellungsortInnen- / Außenbereich
Garantie [Jahre]10 Jahre
KommunikationWLAN / RS485 (Hauptmodul)
CAN-Bus (Erweiterungsmodul)
Normen & Zertifizierungen (indikativ)
Sicherheit / AkkuIEC 62619, UN38.3
EMC / NetzkopplungVDE-AR-N 4105, IEC 61727, EN50549-1, G98/G99, CEI 0-21, C10-11, UNE 217002
IP / KonstruktionIP66, CS-M, Klasse I

Oben aufgeführt sind die wichtigsten Spezifikationen.

Dank des optionalen ATS-box transformiert sich dieser Plug & Play Stromspeicher in einen vollwertigen Heimspeicher, jedoch mit geringeren Installationskosten. Durch die Erweiterung der Solarbank Max AC um eine zusätzliche Batterie von 7 kWh sind Sie für eine Backup-Leistung von 5.000 W abgesichert. Hiermit bleibt Ihre Wohnung vollständig betriebsbereit, selbst während eines Stromausfalls, und das geschieht vollautomatisch.

anker SOLIX Power Dock Pro

Garantie

Laut Anker SOLIX sind die Batterien für eine Lebensdauer von circa 15 Jahren ausgelegt. Anker SOLIX unterstreicht dies mit einer Garantie von 10 Jahren und einer Lebensdauer von 10.000 Zyklen.


3. Sicherheit


Algemein

Die sechs wichtigsten Tipps für den sicheren Betrieb eines Plug-and-Play-Speichers

1. Überlastung vermeiden: Niemals mit mehr als 800 W in einen gemischten Stromkreis einspeisen

  • Die Gefahr: Wenn Sie einen Speicher an einen Stromkreis anschließen, an dem auch andere Großgeräte (wie Wasserkocher oder Bügeleisen) hängen, können die Elektrokabel in der Wand unbemerkt überhitzen. Ein noch größeres Risiko besteht darin, zwei Speicher an eine Mehrfachsteckdose anzuschließen; diese ist nicht für eine derart hohe, dauerhafte Belastung ausgelegt.
  • Die Lösung: Begrenzen Sie die Einspeisung in einem gemeinsam genutzten Stromkreis auf maximal 800 W. Nutzen Sie niemals eine Mehrfachsteckdose, sondern schließen Sie den Speicher direkt an eine Wandsteckdose an.

2. Schmelzgefahr verhindern: Festanschluss bei Leistungen über 800 W

  • Die Gefahr: Bei dauerhaft hoher Belastung (Laden oder Entladen) können Standardstecker und -steckdosen gefährlich heiß werden. Dies kann zu Schmelzschäden am Gehäuse oder im schlimmsten Fall zu einem Schwelbrand führen.
  • Die Lösung: Planen Sie, strukturell mit mehr als 800 W zu arbeiten? Dann nutzen Sie unbedingt einen eigenen (dedizierten) Stromkreis, der mit einem passenden Leitungsschutzschalter abgesichert ist. Wir empfehlen, den Stecker zu entfernen und das System über eine Herdanschlussdose fest mit der Hausverkabelung zu verbinden. Ein Festanschluss ist weitaus sicherer und eliminiert das Risiko von Übergangswiderständen am Kontaktpunkt.

3. Den richtigen Standort wählen: Belüftung und freie Fluchtwege

  • Die Gefahr: Ein Speicher produziert während des Betriebs Wärme. In einem engen, geschlossenen Schrank kann diese Wärme nicht entweichen, was zur Überhitzung führt. Zudem darf ein Speicher niemals im Flur oder neben der Haustür stehen, da er im Brandfall den Fluchtweg blockieren könnte. Brennbare Materialien (wie Kartons oder Textilien) in der Nähe können einen kleinen Defekt rasch eskalieren lassen.
  • Die Lösung: Stellen Sie den Speicher in einem gut belüfteten Raum auf, niemals in einem Fluchtweg. Halten Sie die Umgebung der Einheit vollständig frei von brennbaren Materialien.

4. Früherkennung: Rauchmelder direkt über dem Speicher

  • Die Gefahr: Sollte im Inneren des Speichers etwas schieflaufen, zählt jede Sekunde. Ohne frühzeitige Warnung kann eine Rauchentwicklung unbemerkt bleiben, bis es zu spät is.
  • Die Lösung: Installieren Sie immer einen Rauchmelder direkt über dem Speicher. So werden Sie bei den ersten Anzeichen von Rauch sofort alarmiert und können rechtzeitig das Haus verlassen.

5. Wartung: Defekte durch „Winterlagerung“ vermeiden

  • Die Gefahr: Ein leer weggestellter Speicher kann eine „Tiefentladung“ erleiden. Das interne Batteriemanagementsystem (BMS) verbraucht permanent eine geringe Menge Strom. Sinkt die Spannung zu tief, können die Zellen dauerhaft beschädigt werden. Das macht den Speicher unbrauchbar und führt zu Instabilität sowie Brandgefahr beim nächsten Ladeversuch.
  • Die Lösung: Lagern Sie den Speicher bei einem Ladestand zwischen 40 % und 60 % und trennen Sie ihn physisch vom Netz. Setzen Sie sich eine monatliche Erinnerung, um den Ladestand zu prüfen. Betrachten Sie es als „Einwinterung“ für Ihren Energiespeicher – eine kleine Mühe, die gefährliche Situationen verhindert.

6. Im Zweifel einen Experten hinzuziehen

Obwohl Heimspeicher auf Sicherheit ausgelegt sind, ist die Arbeit mit Elektrizität eine ernste Angelegenheit. Haben Sie Zweifel am Zustand Ihrer Hausinstallation, der Lastverteilung in Ihrem Sicherungskasten oder der korrekten Installation eines eigenen Stromkreises? Wir raten dringend dazu, eine Elektrofachkraft hinzuzuziehen. Ein professioneller Check der Unterverteilung und der Verkabelung gibt Ihnen die ultimative Sicherheit, dass Ihr Weg zur Energieunabhängigkeit zu 100 % sicher verläuft.


Anker SOLIX spezifisch

Anker SOLIX wählt die LFP-Technologie (Lithium-Eisenphosphat / LiFePO4), genau wie viele andere Marken von Plug & Play Stromspeichern. Dieser Batterietyp ist bekannt für seine thermische Stabilität und chemische Sicherheit. In einfacher Männersprache: weniger Risiko für Überhitzung, Brand oder Explosion. Ein beruhigender Gedanke, besonders wenn man die Batterie im Haus benutzt. Siehe unten für die von Anker SOLIX angewandten Sicherheitstechniken.


4. Unboxing

Dank der Spezialverpackung mit abnehmbarem Oberteil lässt sich die Batterie gut auspacken. Dies ist kein überflüssiger Luxus: Mit einem Gewicht von 73 kg ist die Batterie wuchtig, sodass man für das Heben und Platzieren mindestens zwei Personen benötigt. Glücklicherweise ist die Batterie mit zwei breiten, praktischen Handgriffen ausgestattet, die das Heben einfacher machen.

Mitgeliefert

  • Anker SOLIX Solarbank Max AC integriert mit Batterie von 7 kWh
  • Installationshandbuch
  • AC-Kabel
  • 2 Halterungen, um die Max AC an der Wand zu befestigen
  • Anker SOLIX 3-Phasen-Zähler

5. Aussehen & Design

Das Design der Anker SOLIX Solarbank Max AC zeichnet sich durch ein schlankes, industrielles Aussehen mit Fokus auf den nahtlosen, modularen Aufbau aus. Die charakteristische Form an der Vorderseite verleiht der Solarbank Max AC einen ganz eigenen Charakter, sicherlich auch zusammen mit dem auffallend großen Display. Trotz des robusten und wetterbeständigen Designs (IP66) ist das System dank passiver Kühlung vollkommen frei von lautstarken Ventilatoren. Hierdurch kombiniert die Max AC eine kraftvolle Leistung von 3,5 kW mit einer raffinierten Ausstrahlung, die sowohl drinnen als auch draußen unauffällig und leise funktioniert.


Informations-Display

An der Vorderseite befindet sich ein schönes großes Display, das den aktuellen Status der Batterie anzeigt. Sie können selbst einstellen, wie lange das Display an bleibt, nachdem Sie auf das Lichtsymbol auf der linken Seite gedrückt haben.


Zugang & Anschlüsse

  • Der AC-Netzanschluss befindet sich an der rechten Seite zusammen mit der Off-Grid-Steckdose und dem speziellen Anschluss für das optionale ATS-box.
  • Alles ist direkt zugänglich, was den Plug-and-Play-Charakter verstärkt.

6. Installation

Genau wie bij vielen anderen Plug & Play Stromspeicher steht die Benutzerfreundlichkeit an erster Stelle: Die Installation der Solarbank Max AC ist vollständig auf Plug-and-Play ausgerichtet. In sechs einfachen Schritten ist das System einsatzbereit:

  1. Platzierung: Stellen Sie die Batterie auf einen stabilen Untergrund, vorzugsweise im Innenbereich oder an einem geschützten Ort (trocken, staubfrei und zwischen -20 °C und 55 °C). Halten Sie rundherum ausreichend Freiraum für die Belüftung ein.
  2. Befestigung: Verwenden Sie die zwei mitgelieferten Halterungen, um die Einheit an der Wand zu verankern. Dies ist, insbesondere bei gestapelten Batterien, für die Stabilität unerlässlich.
  3. Elektrischer Anschluss: Für das direkte Laden reicht eine geerdete Steckdose aus (verwenden Sie keine Verlängerungskabel). Bei einer Exportleistung von über 800 W ist jedoch eine Festverbindung über eine Abzweigdose an einem eigenen FI-LS-Schalter (Aardlekautomaat) erforderlich. Zudem bietet Anker Solix optional eine sicherere Steckdose aan: eine Art Mini-CEE-Anschluss (Wieland). Für die Leistung dieser Batterie sind dies faktisch die sichersten Installationsmethoden.
  4. App-Konfiguration: Laden Sie die Anker SOLIX-App herunter und verbinden Sie die Batterie über Bluetooth und WLAN. Fügen Sie die Solarbank Max AC zu einer „Energiestation“ hinzu; der Prozess ist selbsterklärend.
  5. Monitoring: Installieren Sie den Anker SOLIX 3-Phasen-Zähler und fügen Sie diesen als neues Device in der App hinzu. Neben dem offiziellen Anker SOLIX 3-Phasen-Zähler unterstützt das System auch den Shelly Pro 3EM (über Stromzangen). Wir haben alle zwei für das Testen des Nulleinspeisungs-Modus verwendet.
  6. Kontrolle: Überprüfen Sie in der App, ob alle Werte korrekt empfangen werden. Ab diesem Moment ist das System betriebsbereit.

Die vollständige Softwarekonfiguration ist benutzerfreundlich und war in unserem Test innerhalb von fünfzehn Minuten abgeschlossen.


7. App-Funktionalität

Die Anker SOLIX Cloud-App bietet für die Solarbank Max AC-Serie verschiedene Arbeitsmodi, mit denen Sie den Energieverbrauch und das Laden steuern können. Da die Solarbank Max AC ein AC-gekoppeltes System mit einem eigenen Anker SOLIX 3-Phasen-Zähler ist, basieren diese Modi auf der Interaktion zwischen der Batterie, Ihren bestehenden Zonnepanelen (über das Netz) und Ihrem Hausverbrauch.

Dies sind die wichtigsten Modi, die Sie in der App finden können:


7.1 Smart-Modus (KI-gesteuert)

Dies ist der fortschrittlichste Modus, gesteuert durch „Anker Intelligence“. Wenn Sie diesen Modus einschalten, wird das System in den ersten 3-5 Tagen Ihren Verbrauch und alle damit verbundenen Facetten analysieren und basierend darauf weiter optimieren.

  • Wie es funktioniert: Die App analysiert Ihren historischen Energieverbrauch, die lokale Wettervorhersage und (falls gekoppelt) Ihre dynamischen Stromtarife oder festen Tarife.
  • Ziel: Das Sytem erstellt automatisch einen 24-Stunden-Plan. Es lädt auf, wenn die Sonne scheint oder wenn der Strompreis am niedrigsten ist, und entlädt während der Spitzenzeiten, um Ihre Kosten zu minimieren.
  • Extra: Das System berücksichtigt den „Basisverbrauch“, um te verhindern, dass die Batterie abends leer ist, bevor die teuersten Stunden vorbei sind.

Wenn Sie diesen Modus einschalten, wird das System in den ersten 3-5 Tagen Ihren Verbrauch und alle damit verbundenen Facetten analysieren und basierend darauf weiter optimieren.


7.2 Eigenverbrauch (Nulleinspeisung)

Der Standardmodus für diejenigen, die schlichtweg so viel wie möglich eigenen Solarstrom auf Basis des Nulleinspeisungs-Prinzips nutzen wollen.

  • Priorität: Solarenergie geht zuerst an Ihre Haushaltsgeräte. Alles, was übrig bleibt, geht an die Solarbank. Erst wenn die Batterie voll ist, fließt der Strom zurück ins Netz (falls gewünscht, kann der Export ins Netz auch abgeschaltet oder limitiert werden).
  • Entladen: Sobald die Sonne untergeht, übernimmt die Batterie die Stromversorgung, bis sie das eingestellte Entladelimit erreicht hat.

7.3 Benutzerdefinierter Modus

Dies ist eine vereinfachte Version des ToU-Modus, die in Blöcken von einer halben Stunde arbeitet.

  • Sie stellen manuell pro halbe Stunde ein, ob die Batterie laden, entladen oder im Standby stehen soll.
  • Dies ist besonders praktisch, wenn Sie einen sehr vorhersehbaren Lebensrhythmus haben oder wenn Sie die Batterie spezifisch für einen bestimmten Moment am Tag aufsparen wollen.

7.4 Zeit-Nutzung (Time of Use) Modus

Für Nutzer, die selbst die Fäden in der Hand halten wollen. Sie können innerhalb dieses Modus sehr detailliert die Planung erstellen, nach Jahreszeiten (Gruppen von Monaten). Innerhalb dieser „Jahreszeiten“ können Sie für Werktage und/oder das Wochenende das Schema erstellen, nach dem auf Basis der von Ihnen selbst eingegebenen Preise gekauft (laden) oder verkauft (entladen) werden darf.

  • Spitze: Sie stellen ein, wann Strom teuer ist. Die Batterie wird dann dem Entladen Priorität geben, um Ihr Haus zu versorgen.
  • Außerhalb der Spitze (Tal): Sie stellen ein, wenn Strom billig ist. Die Batterie darf dann über das Netz aufladen (falls eingestellt) und stoppt mit dem Entladen, sobald ein bestimmter Batterieprozentsatz (z.B. 80 %) erreicht ist, um eine Reserve für die Spitzenstunden zu behalten.

7.5 Dynamischer Tarif Modus

Auf Basis Ihrer dynamischen Tarife bestimmt das System selbst die idealen Momente für das Laden und Entladen, sodass die finanzielle Rendite maximiert wird. Es ist das erste Mal, dass wir einen Plug & Play Stromspeicher sehen, der über direkte Kopplungen mit diversen niederländischen Energielieferanten Echtzeitpreise abfragt. Durch das Einloggen mit Ihrem eigenen Anbieter-Account und der Erteilung der Erlaubnis an Anker, Ihre aktuellen Energietarife jederzeit abzufragen, integriert Anker diese Daten vollständig in ihr Energiemanagementsystem. Sie nutzen dabei die Viertelstundenpreise.


7.6 Anka Sprachassistent

Der Anka-Assistent ist der integrierte KI-Assistent in der Anker SOLIX-App. Auf dem Dashboard schwebt ein runder Knopf in der Mitte des Bildschirms auf der rechten Seite, den Sie eventuell selbst verschieben können; durch Tippen darauf öffnen Sie die Anka-Umgebung, in der Sie Sprachbefehle geben oder chatten können. Obwohl der Assistent über diverse Funktionen verfügt, zeigt unser Praxistest, dass der echte Mehrwert vor allem in den Analysen liegt und weniger in der direkten Bedienung des Systems.

Hier sind die wichtigsten Merkmale des Assistenten:

  • Dateneinblick und Analysen: Die größte Stärke von Anka liegt im Bereich der Datenanalyse. Wenn Sie nach „Dateneinblick“ fragen, generiert der Assistent eine praktische Zusammenfassung und Beratung über Ihren eigenen Energieverbrauch und die Zweckmäßigkeit (Effizienz) Ihrer Batterie. Obwohl diese Beratung in der ersten Woche der Nutzung manchmal noch etwas allgemein oder anlaufend sein kann, lernt das System, je länger es aktiv ist. Sie können auch wetterbezogene Fragen stellen.
  • Sprachbefehle: Es ist möglich, Anka über eine Chat- und Sprachschnittstelle Befehle zu erteilen, wie das Einschalten des „Eigenverbrauchmodus“ oder das Erstellen eines Zeitplans. In der Praxis erweist sich dies für den täglichen Gebrauch jedoch nicht immer als die praktischste Methode; wenn man erst einmal den Weg in der Anker SOLIX-App kennt, aktiviert man dies manuell oft schneller als über einen Sprachbefehl.
  • Systeminformationen abfragen: Über die Chatschnittstelle können Fragen gestellt werden, bei denen die Antworten direkt auf den aktuellen Spezifikationen und dem Live-Status des Systems basieren.

7.7 Sicherungsmodus

Hierbei handelt es sich um zwei zusätzliche Modi, die Sie manuell ein- oder ausschalten können:

  • Unwetterschutz: Sobald diese Funktion aktiv ist, lädt das System die Batterie automatisch vollständig auf, wenn ein extremes Unwetter bevorsteht.
  • Schnellladung: Dieser Modus macht im Grunde dasselbe, startet jedoch sofort mit der vollständigen Ladung, sobald Sie die Funktion einschalten.

7.8 Grafiken

Hierunter einige Screenshots der verfügbaren Grafiken zusammen mit dem erneuerten Home-Dashboard:


8. Lokale Home Assistant-Integration

Anker hat die Solarbank MAX-Serie mit einer offiziellen lokalen Home Assistant-Integration versehen, die über HACS verfügbar ist. Diese Kopplung macht es möglich, die Batterie nicht nur auszulesen, sondern auch vollständig zu steuern. Nutzer können zwischen den verschiedenen Arbeitsmodi wechseln und manuell Lade- und Entladelimits einstellen. Bitte beachten Sie jedoch, dass eine Untergrenze von 100 W für die Lade- und Entladeleistung gilt, was die Flexibilität bei geringer Energienachfrage etwas einschränkt. Nach Rückfrage bei Anker SOLIX über den Grund hierfür hat der Hersteller bestätigt, dass es sich um einen Bug handelt, und zugesagt, diesen im App-Update von Juni zu beheben. Diese Einschränkung ist ebenfalls in der App vorhanden; das wird im Juni auch gelöst sein.

Wir haben die Integration installiert, ausgiebig getestet und erfolgreich in einem Skript angewendet. Es funktioniert alles sehr stabil.


8.2 Open Cloud API

Anker SOLIX wird im Juni auch eine offizielle Open Cloud API für die Solarbank Max AC veröffentlichen. Sobald die genauen Details hierzu bekannt sind, werden wir den Testbericht entsprechend ergänzen.


9. Off-Grid-Steckdose

Stellen Sie sich vor, dass der Strom in der gesamten Straße ausfällt. Normalerweise schalten fast alle Solarmodule und Heimspeicher aus Sicherheitsgründen sofort ab. Ohne die „Spannung“ des Netzes dürfen sie keinen Strom liefern. Dies ist der Punkt, an dem die Off-Grid-Steckdose an einem Plug & Play Stromspeicher den Unterschied macht.


Wie es funktioniert

An der Seite der Anker SOLIX Solarbank Max AC-Einheit finden Sie eine physische Steckdose. Diese Steckdose ist vom Stromnetz in Ihrem Haus getrennt. Sobald der Strom ausfällt oder wenn Sie die Batterie an einen Ort ohne Steckdose mitnehmen (wie einen Schuppen oder hinten in den Garten), können Sie hier direkt Geräte anschließen.

  • Leistung: Die Steckdose liefert eine kontinuierliche Leistung von 3.500 W (oder 3.680 W bei Verwendung eines zusätzlichen Batteriemoduls). Die Spitzenleistungen sind beeindruckend: Standardmäßig kann das System 5.250 W für 10 Sekunden abfangen, mit einem Ausreißer nach 7.000 W für 1 Sekunde. Mit einer zusätzlichen Batterie (insgesamt minimal 14 kWh) steigt diese Spitzenleistung sogar auf 7.500 W (10 Sek.) und 10.000 W (1 Sek.). Dies ist mehr als ausreichend, um den Anlaufstrom von fast jedem Haushaltsgerät mühelos abzufangen.
  • Geschwindigkeit: Bei einem Stromausfall schaltet das System innerhalb von 10 Millisekunden auf den Batterie-Output um. Man merkt oft nicht einmal, dass der Strom weg gewesen ist.
  • Laden mit Mikrowechselrichter: Über die Off-Grid-Steckdose können Sie die Batterie auch aufladen, indem Sie einen Mikrowechselrichter koppeln, siehe Kapitel 14 für die Praxisergebnisse.

10. Praxis: Nulleinspeisung in der Praxis


10.1.1 Nulleinspeisung ohne einen Quooker

Während diverser nächtlicher Tests des Nulleinspeisungs-Modus (NOM) über einen Zeitraum von sechs Stunden zeigte das Anker SOLIX 3-Phasen-Zähler einen Import von 0,054 kWh gegenüber einem Export von 0,038 kWh.

Neben dem Anker SOLIX 3-Phasen-Zähler haben wir auch das Shelly 3EM PRO getestet. Aus der Tabelle geht hervor, dass in unserem Fall mit dem Shelly Pro 3EM die besten Ergebnisse erzielt werden. Für Anker gibt es also noch etwas Arbeit, um die eigenen Messgeräte zu feintunen und noch besser zu machen, obwohl die damit erzielten Ergebnisse auch schon gut sind.

📊 Messergebnisse NOM-Test

Vergleich zwischen Shelly 3EM und Anker SOLIX Smart Meter GEN2 mit/ohne Quooker

Praxistest Meter Import (kWh) Export (kWh) Summe (kWh)
NOM ohne Quooker Shelly 3EM 0,032 0,014 0,046
Anker SOLIX Smart Meter GEN2 0,054 0,038 0,092
NOM mit Quooker Shelly 3EM 0,044 0,027 0,071
Anker SOLIX Smart Meter GEN2 0,051 0,038 0,089

10.1. 2 Vergleich mit anderen AC-Plug & Play Stromspeicher (ohne Quooker)

🏠 Net-Zero-Ranking ohne Quooker

Sortiert nach Summe (Import + Export) · Je niedriger die Summe, desto besser das Net-Zero-Ergebnis

Heimspeicher Import (kWh) Export (kWh) Summe (kWh)
HomeWizard
Plug-in Battery
0,013 0,014 0,027
Hyxi
Halo
0,018 0,013 0,031
Zendure
SolarFlow 2400 AC+
0,018 0,013 0,031
Anker
Solix Solarbank AC
0,032 0,014 0,046
Jackery
SolarVault 3 Pro Max AC
0,024 0,032 0,056
Lunergy
Hub
0,071 0,06 0,131
Marstek
Venus E 3.0
0,3 0,2 0,5
 
Net-Zero-Test nachts ohne Quooker · Ranking basierend op der Summe aus Import + Export (niedriger = besser)

10.2.1 NOM mit einem Quooker

Wir haben den Verbrauch auch während einer Nacht gemessen, in der der Quooker eingeschaltet blieb, in Kombination mit dem Shelly Pro 3EM. Dies lieferte die folgenden Ergebnisse über einen Zeitraum von 6 Stunden:

  • Totaler import: 0,044kWh
  • Totaler export: 0,027 kWh

Dies sind beeindruckende Ergebnisse, die wir zuvor nicht gesehen haben. Das Kompensieren eines Geräts wie eines Quookers, der im Laufe des Tages wiederholt kurze Impulse hoher Leistung anfordert, ist für jeden Plug & Play Stromspeicher eine enorme technische Herausforderung. Die Solarbank Max AC kommt jedoch sehr nah an das fehlerfreie Abfangen dieser Spitzen heran. Da das System auf schnelle Schwankungen reagieren muss, zeigen diese Zahlen, dass die Reaktionsgeschwindigkeit der Solarbank Max AC den Netzbezug effektiv auf ein Minimum zu reduzieren weiß. Beim Standardtest schnitt die Batterie noch im Mittelfeld ab, aber bei diesem Test zeigt die Solarbank AC deutlich, dass sie bei schnellen, kurzen Leistungsschwankungen hocheffektiv sein kann, und das ist von Bedeutung!


10.2. 2 Vergleich mit anderen AC-Plug & Play Stromspeicher (mit Quooker)

🏠 Net-Zero-Ranking mit Quooker

Sortiert nach Summe (Import + Export) · Je niedriger die Summe, desto besser das Net-Zero-Ergebnis

Heimspeicher Import (kWh) Export (kWh) Summe (kWh)
Anker
SOLIX Solarbank Max AC
0,044 0,027 0,071
Hyxi
Halo
0,066 0,031 0,097
Jackery
Solarvault 3 Pro
0,057 0,058 0,115
Zendure
Solarflow 2400+
0,053 0,064 0,117
Bestes Ergebnis Durchschnittlich
Net-Zero-Test nachts mit Quooker · Ranking basierend auf der Summe aus Import + Export (niedriger = besser) und verfügbaren Testergebnissen

10.3. Real-Life-Bedingungen

Um die Reaktionsgeschwindigkeit der Anker SOLIX Solarbank Max AC unter Real-Life-Bedingungen zu testen, haben wir einen 3-stündigen Stresstest während der Abendspitze durchgeführt.

Dieser Test ist spezifisch dafür gedacht zu zeigen, wie das System mit stark wechselnden Verbrauchsmustern umgeht (denken Sie an das Fernsehen bei gleichzeitigem Einschalten eines Wasserkochers/Quookers, Ofens oder einer Wärmepumpe etc.).

🏆 Während dieser Stunden betrug der durchschnittliche Importverbrauch aus dem Netz lediglich 0,016 kWh pro Stunde. Dies ist eine außergewöhnlich gute Leistung, die wir zuvor nicht gesehen haben, und es zeigt einmal mehr, dass das System blitzschnell auf Schwankungen im Verbrauch reagiert.


11. Praxis: Wirkungsgrad (RTE)


11.1 Was ist Round-Trip-Efficiency?

Die Round-Trip-Efficiency (RTE) gibt an, wie viel der gespeicherten Energie in einem Heimspeicher letztendlich wieder nützlich verfügbar ist. Beim Laden und Entladen einer Batterie geht immer ein Teil der Energie verloren, hauptsächlich durch Wärmeverlust bei der Umwandlung und dem Transport von Strom.

Stellen Sie sich vor: Sie haben eine Batterie von 10 kWh mit einer RTE von 90 %. Dann können Sie effektiv 9 kWh nutzen, während 1 kWh im Prozess verloren geht. Wenn sich dies täglich wiederholt, summiert sich der Verlust und es geht im Laufe der Zeit eine erhebliche Menge an Energie verloren.


11.2 Testergebnisse und Vergleich

Die gemessene RTE der Solarbank Max AC beläuft sich auf 84 %. Die Messung basiert auf vier vollständigen Zyklen: Aufladen von 10 % auf 100 % mit 800 W und Entladen von 100 % auf 10 % mit 800 W. Das ist übrigens nicht ohne; mit einer Batteriekapazität von 7,2 kWh dauert ein solcher Test fast einen ganzen Tag.

RTE Leistung
1e round trip83,1%
2e round trip83,6%
3e round trip83,9%
4e round trip83,4%
DURCHSCHNITT83,5%

Obwohl ein längerer Messzeitraum erforderlich ist, um dies definitiv zu bestätigen, zeigt dieser Test jetzt schon, dass der Wirkungsgrad auf einem etwas niedrigeren Niveau liegt als bei den neuesten Modellen von Zendure. Dennoch ist nach wie vor von einer hohen RTE die Rede.

11.3. RTE bei 2.500 W Leistung

Zudem haben wir einen RTE-Test bei einer Leistung von 2.500 W durchgeführt, was zu einem Ergebnis von 83,7 % führte. Dies liegt sehr nah an den Ergebnissen bei 800 W. Die Tatsache, dass der Wirkungsgrad nahezu gleich bleibt, bedeutet, dass der Wechselrichter eine sehr „flache“ Effizienzkurve hat; er schneidet also optimal über den gemessenen Bereich ab!


11.4. RTE-Vergleich mit anderen Plug & Play Stromspeicher

Round-Trip Efficiency (RTE) von Plug & Play Stromspeichern

Vergleich der Energieeffizienz beim Laden und Entladen

Zendure SolarFlow 2400 AC+
88%
Zendure SolarFlow 2400 Pro
88%
Zendure SolarFlow 4000 Mix AC+
87%
Hoymiles HiBattery 1920 AC
86%
Jackery SolarVault 3 Pro Max AC
85%
Anker SOLIX Solarbank Max AC
84%
Marstek Venus A
84%
Zendure SolarFlow 2400 AC
84%
Zendure SolarFlow 800 Pro
84%
Marstek Venus E
83%
Indevolt PowerFlex 2000 ECO
81%
Indevolt SolidFlex 2000
80%
Anker Solix Solarbank 3 E2700
80%
Hyxi Halo
80%
Sehr hoch (≥87%)
Hoch (84-86%)
Durchschnittlich (80-83%)
Moderat (≤79%)

Hinweis: Die Systeme Zendure SolarFlow 2400 AC+ & 2400 Pro weisen mit ca. 88% de höchsten RTE-Wert in diesem Vergleich auf. Die Anker SOLIX Solarbank Max AC erreicht 84% RTE und fällt damit in die Kategorie ‚Hoch‘.


12. Praxis: Wärme & Geräusch


12.1. Wärme

Wir haben die Wärmeentwicklung der Solarbank Max AC mithilfe einer Wärmebildkamera untersucht. Die Messungen wurden durchgeführt, nachdem das System circa zwei Stunden lang bei einer Leistung von 2.500 W und einer Umgebungstemperatur von 17 °C entladen hatte. Die höchste gemessene Temperatur betrug 47 °C an der Rückseite des Gehäuses; alle übrigen Messpunkte blieben unter diesem Wert. Dies sind prima Ergebnisse, die weit innerhalb der Sicherheitsmargen liegen.

Wir haben die Temperatur auch noch in dem Moment gemessen, als die Solarbank Max AC 2 Stunden lang mit einer Leistung von 2.500 W geladen wurde, und das stimmte mit den ersten Erkenntnissen überein (47 °C). Zu diesem Zeitpunkt war sie zusammen mit dem Aufladen bereits 4 Stunden auf hoher Leistung aktiv. Sobald wir einen festen Anschluss realisiert haben, werden wir den Test mit 3.500 W wiederholen.

🌡️ Analyse der Wärmeentwicklung bei 2.500 W Laden
MeetpuntTemperatuurNormgrens (indicatief)Beoordeling
Achterzijde apparaat47 °C< 60 °C (passief gekoeld)Veilig
Overige meetpunten23 – 28 °C< 50 °CVeilig

Diese Ergebnisse bestätigen, dass die passive Kühlung der Solarbank Max AC effektiv funktioniert. Selbst bei langanhaltender hoher Belastung bleibt die Temperatur beherrschbar, was der Zuverlässigkeit und Lebensdauer des Systems zugutekommt.


12.2. Geräusch

Dank der passiven Kühlung ist die Solarbank Max AC ziemlich leise. Das Einzige, was man hört, ist das Klicken der Relais, wenn das System mit dem Laden oder Entladen beginnt, und ein leises Summen bei hoher Leistung. Mit einem gemessenen Geräuschpegel von maximal 36 dB is die Batterie zwar hörbar, aber nicht störend präsent. Dennoch ist es ratsam, das System in einem Raum aufzustellen, in dem man sich nicht langanhaltend aufhält, wie einer Waschküche oder Garage.


13. Praxis: Standby-Verbrauch

Plug & Play Stromspeicher können ihr System auf zwei Arten im Standby halten: über das Stromnetz (AC) oder über die gespeicherte Energie in der Batterie selbst. Den internen Verlust fügen wir später hinzu.

Der Standby-Verbrauch der Solarbank Max AC über das Stromnetz ist mit 2,64 W ordentlich. Wir messen diesen konstanten Verbrauch über das AC-Kabel, während die Off-Grid-Steckdose aktiviert ist. Die Messung basiert auf dem kumulierten Verbrauch eines Smart-Plugs über einen längeren Zeitraum.

In der untenstehenden Tabelle vergleichen wir diese Werte mit anderen Systemen, wobei alle Prozentsätze auf die gesamte Batteriekapazität umgerechnet sind. Selbst bei einem vollständig ausgeschalteten System tritt ein minimaler Verlust auf. Dies wird durch das Battery Management System (BMS) verursacht, das die Zellen kontinuierlich überwacht, um eine Tiefenentladung zu verhindern und die Sicherheit zu gewährleisten.

⚡ Stand-by-Verbrauch von Heimspeichern

Vergleich des Energieverbrauchs verschiedener Modelle im Stand-by-Modus

Produkt Verbrauch über
Stromnetz (W)
Verbrauch über
eigenen Akku (W)
Bei 24 Std.
vollständig aus (W)
Anker SOLIX Solarbank Max AC
2,6 nnb 0
SolarFlow 2400 AC+ 0,7 2,7 0
Hoymiles HiBattery 1920 AC
4 / 2,6 0,39 / 0,24 0
Indevolt PowerFlex 2000 ECO 1 8,3 0
Zendure SolarFlow 2400 AC 0 3,6 0
Zendure SolarFlow 800 Plus 0 1,6 0
Lunergy X2400 AC 13 0 0
Jackery HomePower 2000 Ultra
(Hybrid)
1 8,6 0
Hyxi Halo
(AC Plug & Play Stromspeicher)
9 unbekannt 0

Beim vollständigen Ausschalten weisen die Batterien einen sehr geringen Energieverlust auf; nach 24 Stunden gibt es sogar noch keinen messbaren Unterschied. Angenehm für diejenigen, die die Batterie längere Zeit nicht nutzen. Behalten Sie jedoch, wie bereits angegeben, regelmäßig den Batterieprozentsatz im Auge.


14. Praxis: Micro-omvormer anschließen an Off-grid stopcontact


Testergebnisse

DISCLAIMER: Unter Vorbehalt der nachstehenden Testergebnisse, es war nicht die Absicht von Anker SOLIX, dies mit der Solarbank Max AC te erleichtern, das Off-grid war eigentlich nur für Notstrom gedacht. Sie sehen jedoch auf Basis unserer Testergebnisse den Vorteil und werden prüfen, ob dies in die Spezifikationen des Systems passt.

Es ist auch möglich, einen Micro-omvormer an die Off-grid stopcontact anzuschließen. Wir haben dies erfolgreich mit unserem APsystems EZ1-M und zwei 440 Wp zonnepanelen getestet. Hierunter die Testergebnisse:

  • Sobald die Batterie vollständig geladen ist und der Export in das Netz eingeschaltet ist, wird die Leistung des Micro-omvormers über einen Bypass direkt in das Hausnetz geleitet (kann auch ausgeschaltet werden).

  • Mit einem gekoppelten Micro-omvormer lädst du die Batterie auf, wenn die Batterie an das Hausnetz angeschlossen ist.

  • Selbst im Eilandmodus (bei einem Stromausfall) lädt der Micro-omvormer die Batterie weiterhin auf. Dies garantiert eine kontinuierliche Stromversorgung, ungeachtet des Status des Energienetzes.

  • Du kannst sowohl aufladen als auch gleichzeitig Verbraucher an die Off-grid stopcontact anschließen.

Kurzum, dies sind schöne Ergebnisse, die die Off-grid stopcontact zu einer wertvollen Ergänzung machen.

Die Möglichkeit, die Rückspeisung in das Netz vollständig zu verhindern, ist bei dynamischen Energietarifen unerlässlich, um Kosten während negativer Preise zu vermeiden, aber auch um die festen Rückspeisekosten bei regulären Verträgen zu umgehen.

Bitte beachten Sie: Da das System nicht auf diese Konfiguration vorbereitet ist, raten wir von dieser Anwendung dringend ab. Es ist ratsam zu warten, bis Anker SOLIX dies offiziell getestet und die App entsprechend angepasst hat. Letzteres ist zudem zwingend erforderlich, damit die Lade- und Entladeleistungen korrekt erfasst und verarbeitet werden können.

Hierunter die dazugehörigen Einstellungen bezüglich Export und der Off-grid stopcontact:


15. Vergleich mit der Konkurrenz

Der direkte Konkurrent der Solarbank Max AC in Bezug auf die Leistung ist die Zendure Solarflow 3000 Mix AC+. Diese bekommen wir auch noch rein und sobald wir diese Batterie gereviewt haben, werden wir den Vergleich hier ergänzen.

Die Zendure SolarFlow 4000 Mix AC+ ist natürlich auch gut vergleichbar und gehört auch zu unseren Favoriten und hat auch eine Bewertung von 4.5 von 5. Die Bewertung der Zendure kannst du hier finden. Darum empfehlen wir dir, beide Bewertungen zu lesen und auf Basis dessen, was du wichtig findest, zu entscheiden, ob du die SolarBank Max AC bevorzugst oder die SolarFlow 4000 Mix AC+. Wenn wir uns die deutlichsten Unterschiede ansehen, ist die Anker SOLIX vor allem viel schneller im Reagieren (und somit exzellente NOM-Ergebnisse) und hat die Zendure eine etwas höhere Efficiency. Abhängig von deiner Situation kannst du bestimmen, was für dich am wichtigsten ist. Beide sind wunderbare Heimspeichers mit vielen Qualitäten und Möglichkeiten. Und auch beim Preis nehmen sie sich nicht viel.

Untenstehend eine Tabelle mit den wichtigsten Merkmalen im Vergleich zu sechs anderen beliebten AC Plug & Play Stromspeicher.

AC-Heimspeicher im Überblick

Vergleich von AC-Modellen mit Spezifikationen und Preisen

Batterie Typ Not‑
strom
🟪 Modular Kapazität (kWh) AC: Laden (W) AC: Entladen (W) RTE Heizung Flamm‑
hemmer
Preis (€) Preis/kWh (€)
Anker
SOLIX Solarbank Max AC
AC Ja 🟪 7 – 42
(modular)
3.500 3.500 84% Ja Ja, Aerosol €2.099 €300 – €271
Zendure
SolarFlow 3000 Mix AC+
AC Ja Semi 8 3.000 3.000 nnb Ja Ja, Aerosol €1.999 €250
Zendure
Solarflow 4000 Mix AC+
AC Ja 🟪 8 – 50
(modular)
4.000 4.000 88% Ja Ja, Aerosol €2.399(Preis auf Anfrage) €300 – nnb
Zendure
SolarFlow 2400 AC+
AC Ja 🟪 2,4 – 16,8
(modular)
2.400 2.400 88% Ja Ja, Aerosol €969 – €4.614 €403 – €274
Hyxi
Halo
AC Ja 🟪 3 – 18
(modular, 6 Stufen)
3.000 (2 Batt.) 3.000 (2 Batt.) 80% Ja Ja, Aerosol €899 – €4.065 €299 – €225
Marstek
Venus E 3.0
AC Ja Semi 5,1 2.500 2.500 83% Nein Nein ± €1.200 €235
Indevolt
SolidFlex 2000 ECO
AC Ja 🟪 1,8 – 10,8
(modular)
2.400 2.400 80% Ja Nein ± €699 – €2.908 €325 – €269

Obwohl die Unterschiede auf dem Papier klein scheinen, bleibt es vor allem wichtig zu bestimmen, was in deiner Situation am schwersten wiegt. Für den einen ist das der niedrigste Preis, für den anderen die Integration mit einem Home Energy Management Systeem oder Home Assistant. Wieder andere wollen vor allem ein vollständiges „set-and-forget“-System oder die besten Nulleinspeisung-Leistungen. Anker SOLIX zeichnet sich dabei mit einer hervorragenden Nulleinspeisung, einer hohen Leistung und einer überdurchschnittlichen Effizienz aus.


16. Preis pro kWh

Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für die Anker SOLIX Solarbank Max AC liegt aktuell bei 2.299 € (Stand: Mai 2026). Bei einer Speicherkapazität von 7 kWh macht das rund 328 € pro kWh. Wer sich den Einführungspreis sichert, spart 400 €: Der Gesamtpreis sinkt auf 1.899 € (ca. 271 € pro kWh). Kaufst du direkt eine Erweiterungsbatterie (die Anker SOLIX BP7000) dazu? Dann gibt es nochmals 300 € Rabatt, wodurch sich der Preis von 1.799 € auf 1.499 € reduziert.

In diesem Fall sinkt der durchschnittliche Preis für das gesamte System von 14 kWh auf zirka €243 pro kWh (Gesamtpreis €3.398), was vergleichbar ist mit Marken wie Zendure und Jackery.

🔥Jetzt bei Anker SOLIX zu einem sehr niedrigen Einführungspreis erhältlich



17. Fazit 🏆 „Unser Favorit“

Dank der hohen kontinuierlichen Leistung von bis zu 3.500 W, der bestgetesteten Reaktionsgeschwindigkeit bei Nulleinspeisung, und der schönen Implementierung mit dynamischen Tarifen, ist dieses System perfekt für Haushalte, die ihren Eigenverbrauch maximieren und direkt Energiekosten einsparen wollen. Auch für Power-User, die auf der Suche nach einer vollständigen lokalen Steuerung via Home Assistant sind, ist die Anker SOLIX Solarbank Max AC die ideale Wahl.

Zudem transformiert das optionale ATS-box die Solarbank Max AC in eine vollwertige Heimspeicher mit bis zu 5.000 W Leistung, inklusive direkter Notstromversorgung für das ganze Haus. Selbst bei einem Stromausfall funktioniert ein angeschlossener Micro-omvormer an der Off-grid stopcontact einfach weiter. Hierdurch kann die Batterie im Eilandmodus kontinuierlich mit Solarenergie versorgt werden (unter Vorbehalt).

Zähle dazu die übersichtliche App und einzigartige, kluge Einstellungen hinzu, und die Anker SOLIX Solarbank Max AC verdient eine hervorragende Bewertung von ⭐ 4.5 / 5. Ein Top-Resultat, dieses System ist hiermit in unsere Reihe von 🏆 „Unser Favorit“ befördert worden.

energienerds

Anker SOLIX

Solarbank Max AC
Sehr gut 4.5/5

Vorteile

  • Dynamische Tarife hervorragend umgesetzt!
  • Nulleinspeisung: sehr gut, die bislang beste auf dem Markt!
  • Durch die Möglichkeit der Entladung bis auf 0% effektiv eine 7,9 kWh Batterie im Vergleich zu älteren Batteriegenerationen.
  • Formschönes Gehäuse mit einem ansprechenden Display
  • Mit dem optionalen ATS-box erweiterbar zum vollwertigen Heimspeicher und 5.000 W Notstromleistung
  • Hohe Leistung von 3.500 W (Laden/Entladen)
  • Offizielle, vollständig lokale Home Assistant Integration
  • Die App verfügt über eine gute Übersetzung.
  • Ausstattung: passive Kühlung, IP66, Brandunterdrückung per Aerosol, Überdruckventile
  • Effizient mit 84% RTE und einer flachen Effizienzkurve über den gesamten Bereich
  • Kombination aus Off-Grid-Steckdose/Mikrowechselrichter funktioniert auch komplett im Inselmodus (unter Vorbehalt)

Nachteile

  • Keine Möglichkeit, im Stand-by-Modus einen einmaligen Lade-/Entladebefehl mit xxxx W zu erteilen. Dies ist nur über die Erstellung eines Zeitplans oder direkt in Home Assistant möglich.
  • Das System ist schwer (73 kg), für den Aufbau sind mindestens 2 Personen erforderlich
  • Schukostecker: Dieser sollte bei Ausnutzung der hohen Batterieleistung direkt entfernt werden; eine Lieferung ohne Stecker oftmals besser, oder idealerweise direkt mit 2 Kabeln.

(*) Kontaktieren Sie uns für einen zusätzlichen Rabatt auf de Anker SOLIX Max AC: 75 € bis 2.000 € und 125 € bis 3.000 €.

(*) Dieser Link ist ein Affiliate-Link. Wenn du über diesen Link etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Dies beeinflusst weder unsere Bewertung noch deinen Kaufpreis und hilft uns, die Website zu betreiben. Vielen Dank!



Häufig gestellte Fragen zur Anker SOLIX Solarbank Max AC (FAQ)

Was unterscheidet die Solarbank Max AC von früheren Anker-Modellen?

Die Max AC ist ein AC-gekoppeltes System mit einer hohen Leistung von 3.500 W. Darüber hinaus lässt sich das System flexibel von 7 kWh auf bis zu 42 kWh erweitern.

Kann ich mit diesem System eine Nulleinspeisung (Net-Zero) realisieren?

Ja, das ist eine der größten Stärken dieses Geräts. In unseren Praxistests hat das System eine Bewertung von 4.5/5 für Nulleinspeisungs-Setups erhalten. Durch die Kopplung mit einem Anker SOLIX 3-Phasen-Zähler oder dem Shelly Pro 3EM misst das System Ihren Verbrauch und passt die Stromabgabe blitzschnell daran an.

Funktioniert die Batterie auch bei einem Stromausfall (Off-Grid)?

Ja, die Solarbank Max AC verfügt über eine physische Off-Grid-Steckdose an der Seite. Bei einem Stromausfall schaltet das System innerhalb von 10 Millisekunden um, sodass Sie Ihre Geräte unterbrechungsfrei weiter nutzen können. Es liefert eine Dauerleistung von 3.500 W, mit Spitzenwerten von bis zu 10.000 W Spitzenleistung bei der Verwendung zusätzlicher Batterien.

Unterstützt die Anker SOLIX-App auch dynamische Stromtarife?

Ja, diese Funktion ist hervorragend umgesetzt. Sie können sich in der App direkt mit Ihrem eigenen Account verschiedener Energieanbieter anmelden.

Ist das System mit Home Assistant kompatibel?

Absolut. Über HACS steht eine offizielle, lokale Integration zur Verfügung. Damit können Sie die Batterie nicht nur auslesen, sondern auch komplett steuern und zwischen den einzelnen Arbeitsmodi wechseln.

Wie sieht es mit der Sicherheit und der Installation aus?

Das System setzt auf die sichere LiFePO4-Technologie (Lithium-Eisenphosphat) mit einer erwarteten Lebensdauer von 10.000 Zyklen. Die Installation ist „Plug-and-Play“ und lässt sich im Prinzip in 15 Minuten erledigen. Aufgrund des hohen Gewichts des Hauptmoduls und der Akkus empfehlen wir jedoch dringend, den Aufbau zu zweit durchzuführen.

Kann ich die Batterie auch im Außenbereich aufstellen?

Ja, das System besitzt eine IP66-Zertifizierung und ist damit absolut staub- und wasserdicht. Am besten eignet sich ein Platz unter einer Überdachung ohne direkte Sonneneinstrahlung auf das System.


Sollten Sie noch Fragen zu dieser Bewertung haben, können Sie diese unten stellen. Wir werden sie so schnell wie möglich beantworten.


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Hybrid- und AC-Gekoppelte Speicher


Transparenz: Für diese Bewertung haben wir vom Hersteller vorübergehend ein Testexemplar des Anker SOLIX Solarbank Max AC erhalten. Wie immer basiert unsere Bewertung vollständig auf unseren eigenen Erfahrungen.


10 thoughts on “Test: Anker SOLIX Solarbank Max AC – Der leistungsstarke AC-gekoppelte Heimspeicher”
  1. vielen Dank für den tollen Test. hat der Anker auch einen LAN Anschluss für die lokale. Kommunikation mit meinem Netzwerk (Home assistant)?

    1. Die Solarbank Max AC verfügt zwar über zwei RJ45-Anschlüsse, diese sind jedoch für die Kommunikation mit dem Power Dock Pro gedacht.

      1. ok, d.h. es gibt „nur“ WLAN, richtig?

        Wenn ja, dann finde ich, dass das ein großer Nachteil ist und sehr für den zendure SF Mix spricht

        Danke euch für die Tests, ich habe mich entschieden 🙂

  2. Hallo Jan.

    Ich verfüge über zwei PV ANLAGEN (Hausdach 2011: 2,88kwp/Garagendach 2015: 1,56kwp) mit 4,44 kwp Leistung.
    Ich interessiere mich für den Anker Solix Solarflow MAX AC und habe diesbezüglich Fragen:
    Wären die 7 kw des Anker MAX AC ausreichend als Speicher (Jahresverbrauch liegt bei 2600 bis 3000w)?

    Um den Speicher auch als Notstrom Zulieferer zu nutzen wäre der Anschluss per Wielandsteckdose sinnvoll?

    Was ist der Power Dock Pro?

    Welchen Smartmeter sollte/kann man verwenden?

    Bezüglich WLan: Speicher soll in den Keller direkt unterhalb des Stromzählers; zur Verstärkung des WLan möchte ich dann eine Repeater verwenden! Reicht das dann aus?

    Würde mich über eine Antwort freuen und danke im Voraus

    1. 1. Kapazität des Speichers: Ja, klar, 7 kWh sind für den Anfang absolut super. Sollte sich herausstellen, dass das doch zu wenig ist, können Sie später jederzeit noch einmal 7 kWh nachrüsten.

      2. Notstrom und Wielandsteckdose: Hier liegt ein kleines Missverständnis vor: Eine Wielandsteckdose dient lediglich der sichereren Netzeinspeisung im Normalbetrieb (als Alternative zum Schukostecker)

      3. Das Power Dock Pro ist eine Erweiterungskomponente von Anker. Es dient unter anderem dazu, das System um echte Notstrom-Funktionen (Inselbetrieb bei Netzausfall) zu erweitern. Zudem ermöglicht es in Zukunft die direkte Integration und Steuerung von weiteren Großverbrauchern, wie beispielsweise einer Wallbox für Ihr E-Auto (EV).

      4. Welches Smart Meter? Anker SOLIX Smart Meter. Dieses wird direkt im Sicherungskasten (Stromzähler) verbaut

      5. WLAN im Keller & Repeater: Ein Betonboden oder eine Kellerdecke schirmt WLAN-Signale stark ab. Wenn Sie einen WLAN-Repeater im Keller (oder direkt über der Kellerdecke) installieren, sollte das in den meisten Fällen ausreichen.

  3. Hallo Jan.

    Bei kompletten Stromausfall möchte ich eine „Notstrom“ Versorgung über den Anker MAX AC und dazu benötige ich dann die Power Dock Pro?

    Welche Menge an KW wird dann bei dem 7kw Speicher zur Verfügung gestellt für die Geräte, welche über die stromphasen im Stromzähler angeschlossen sind? (Offgrid-Dose gibt ja bis 3500 W ab!) Oder muss man noch einen weiteren Speicher dazu nehmen um effektiv die Stromversorgung zu gewährleisten?

    Kann ich über das Power Dock Pro bei Stromausfall die PV- Anlage weiter in den Speicher einspeisen lassen?

    Muss trotz Power Dock Pro der Smartmeter im Stromkasten installiert werden?

    Danke schon mal im Voraus

    Grüße
    H. V. Greuel

    1. Der Max AC wird nicht mehr mit dem Power Dock Pro kompatibel sein. Stattdessen wird Anker SOLIX im Laufe des Jahres eine neue, sogenannte ATS-Box (Umschaltbox) für das System vorstellen. Dabei handelt es sich um eine vereinfachte und kostengünstigere Version des Power Dock Pro. Was diese ATS-Box genau leisten kann, ist derzeit noch unklar – fest steht jedoch, dass sie bei einem Stromausfall die Stromversorgung automatisch übernimmt.

      1. Hallo Jan.

        Vielen Dank für die umfangreichen Informationen insbesondere zu Neuheiten wie die ATS-Box!
        Dann warte ich bis zu deren Eintreffen; welche Empfehlungen könntest du bezüglich meiner PV-Anlagen machen ob Anker oder Zendure die bessere Wahl wäre?

        Gruß
        H. V. Greuel

        1. Entschuldigung, ich sehe gerade, dass ich nicht alle Ihre Fragen beantwortet habe. Vieles ist derzeit leider noch unklar – das wird sich erst in der Praxis zeigen, sobald wir die ATS-Box selbst testen können. Was jedoch absolut sicher ist: Der Smart Meter kann einfach an seinem gewohnten Platz bleiben. Wenn Sie die PV-Anlage über einen AC-PV-Eingang an die ATS-Box anschließen können, dann funktioniert das Laden bei Stromausfall auf jeden Fall. Welche Leistung das System dann an das Haus abgeben kann, ist momentan noch nicht bekannt – bei einem 1-Phasen-Hausanschluss werden es aber mindestens 3500 W sein. Falls Sie ein 3-Phasen-Hausnetz haben, sind die genauen Bedingungen dafür noch unklar; möglicherweise muss dann pro Phase eine eigene Batterie angeschlossen werden

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