
Mit der Einführung der SolarFlow Mix-Serie macht Zendure einen mutigen Schritt, der weit über die bekannten Modelle 2400 Pro und AC+ hinausgeht. Wo die Grenze zwischen einem herkömmlichen Plug-and-Play-Speicher und einem vollwertigen Heimspeicher bisher glasklar war, schlägt die Mix-Serie nun eine überzeugende Brücke. Obwohl der vertraute Stecker immer noch zum Lieferumfang gehört, wird dieser Begriff der Reife dieses Systems eigentlich nicht mehr gerecht.
Mit einer beeindruckenden Testbewertung von ⭐ 4,5 / 5 beweist dieses Kraftpaket, dass hohe Kapazität und intelligente Steuerung Hand in Hand gehen. Für energieintensive Haushalte, die sich auf das Ende der Einspeisevergütung vorbereiten und ihren Eigenverbrauch maximieren wollen, bietet dieses zukunftssichere System eine ebenso leistungsstarke wie zugängliche Lösung.
Inhalt
- Einführung
- Technische Spezifikationen
- Sicherheit
- Unboxing
- Design & Optik
- Installation
- HEMS 2.0 & ZENKI 2.0
- App-Funktionen
- Home Assistant, Homey und lokale Steuerung
- Solarmodule
- Off-Grid-Steckdose
- Praxis: Nulleinspeisung
- Praxis: Round-Trip-Effizienz (Wirkungsgrad)
- Praxis: Wärme- & Geräuschentwicklung
- Praxis: Standby-Verbrauch
- Vergleich mit der Konkurrenz
- Preis pro kWh
- Fazit & Urteil
1. Einführung
Zendure (2013 im Silicon Valley gegründet, mit Hauptsitz in Shenzhen, China) hat sich zu einer der innovativsten Marken im Bereich der tragbaren Stromversorgung und Heimspeicher entwickelt. Das Unternehmen begann mit Powerbanks und kompakten tragbaren Akkus für Reisende und den Outdoor-Einsatz. Später wurde das Portfolio um größere Systeme wie die SuperBase-Serie erweitert – leistungsstarke Powerstations für Notstrom und Off-Grid-Anwendungen. Mit der Einführung der SolarFlow-Lösungen und modularen Heimspeicher konzentriert sich Zendure nun verstärkt auf den Privatkundenmarkt, wobei die Integration von Solaranlagen und intelligenten Energiemanagement-Apps im Mittelpunkt steht.

Die SolarFlow Mix-Serie
Die SolarFlow Mix-Serie unterteilt sich in drei spezifische Modelle, die jeweils für unterschiedliche Nutzertypen entwickelt wurden:
- SolarFlow 4000 Mix Pro (Hybrid): Das absolute Topmodell für alle, die eine ernsthafte Skalierung planen. Dank des integrierten String-Wechselrichters kann dieses System beachtliche 13 kW Solarleistung verwalten (8 kW über zwei MPPTs und 5 kW über einen AC-Port). Damit ist der Mix Pro leistungsstark genug, um Ihren aktuellen Wechselrichter vollständig zu ersetzen.
- SolarFlow 4000 Mix AC+ (AC): Die ideale Wahl für Haushalte mit einer bestehenden PV-Anlage. Dieses System lässt sich mühelos mit jedem Wechselrichter-Modell koppeln. Obwohl es keinen eigenen String-Wechselrichter besitzt, verarbeitet es über den AC-Eingang bis zu 5 kW Ihrer vorhandenen (Mikro-)Wechselrichter.
- SolarFlow 3000 Mix AC+ (AC): Das kompakte Gegenstück zum 4000 AC+. Mit 8 kWh fest verbautem Speicher ist dies eine „All-in-One“-Lösung, die nicht modular aufgebaut ist – vergleichbar mit der Marstek Venus E 3.0.
Wichtiger Unterschied beim Speicher: Die 4000er-Modelle sind modular mit 7-kWh-Batterieblöcken auf beeindruckende 50 kWh erweiterbar. Der 3000 Mix hingegen ist ein geschlossenes System und kann nicht modular erweitert werden.
2. Technische Spezifikationen
⚡ Zendure SolarFlow 4000 Mix AC+ – Technische Daten
AC-gekoppelter Heimspeicher (1-phasig) | Erweiterbar auf 50 kWh | Bidirektionale Leistung 4 kW
| 📌 Produkt- & Seriendaten | |
| Serie | Zendure SolarFlow Mix (3000 AC+, 4000 AC+, 4000 Pro) |
| Produkt | AC-gekoppelter Heimspeicher 1-phasig |
| 🔋 Energie & Leistung | |
| Standardkapazität | 8 kWh |
| Erweiterbar | Ja, bis zu 50 kWh (mit zusätzlichen 7 kWh Batterien) |
| Bidirektionale AC-Leistung | 4 kW |
| PV-IN AC vorhanden | Ja, zur Kopplung an bestehenden PV-Wechselrichter |
| Direkter Anschluss von Solarmodulen | Nein, nicht möglich (siehe hierfür die 4000 Mix Pro Hybridbatterie) |
| 📱 Smart & Konnektivität | |
| App / Steuerung | HEMS 2.0 |
| Kompatibilität | Home Assistant, Homey, ZenSDK, MQTT, REST |
| Kommunikation | Ethernet, WiFi, Bluetooth und RS485 |
| 🏠 Installation & Umgebungsbedingungen | |
| Max. Geräuschentwicklung | 25 dB |
| IP-Klassifizierung | IP65 |
| Integrierte Heizung | Ja |
| Betriebstemperatur | -20°C bis +55°C |
| Integrierter Feuerhemmer | Ja, Aerosol |
| Gewicht | 80 kg |
| Abmessungen (B×T×H) | 825 × 234 × 461 mm |
| ⚡ Notstrom & UPS-Funktionalität | |
| Notstromausgang | Ja, 3.680 W Dauerleistung, 7200 W Spitze (kurzzeitig) |
| UPS-Funktionalität | Ja, <10 ms |
| 📊 Leistung, Zyklen & Garantie | |
| RTE (Round-Trip Efficiency) | 90% |
| Zyklen | 10.000 Zyklen bei 70% EOL SOH |
| Lebensdauer | 15 Jahre |
| Garantie | 10 Jahre |
| UVP / Aktueller Preis | €1.699,- |
Hinweis: Das endgültige Handbuch mit allen detaillierten Spezifikationen steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht zur Verfügung.
Akkus und Speicherkapazität
Die Modelle SolarFlow Mix 4000 AC+ und SolarFlow Mix 4000 Pro können nachträglich mit zusätzlichen Batteriemodulen von jeweils 7 kWh op insgesamt bis zu 50 kWh erweitert werden (Basiseinheit 8 kWh + 6 x 7 kWh Zusatzmodule). Diese Erweiterungsspeicher werden neben der SolarFlow Mix platziert und über ein DC-Kabel miteinander verbunden. Aktuell sind die Erweiterungsmodule noch nicht lieferbar; laut Planung werden diese ab dem 4. Quartal 2026 auf dem Markt verfügbar sein.
Garantie
Zendure gewährt eine Garantie von 10 Jahren ab Kaufdatum. Dies hat sich mittlerweile als Standard bei hochwertigen Plug-and-Play-Speichern (Steckerbatterien) etabliert und bietet Nutzern die nötige langfristige Investitionssicherheit.
3. Sicherheit
Algemein
Die sechs wichtigsten Tipps für den sicheren Betrieb eines Plug-and-Play-Speichers
1. Überlastung vermeiden: Niemals mit mehr als 800 W in einen gemischten Stromkreis einspeisen
- Die Gefahr: Wenn Sie einen Speicher an einen Stromkreis anschließen, an dem auch andere Großgeräte (wie Wasserkocher oder Bügeleisen) hängen, können die Elektrokabel in der Wand unbemerkt überhitzen. Ein noch größeres Risiko besteht darin, zwei Speicher an eine Mehrfachsteckdose anzuschließen; diese ist nicht für eine derart hohe, dauerhafte Belastung ausgelegt.
- Die Lösung: Begrenzen Sie die Einspeisung in einem gemeinsam genutzten Stromkreis auf maximal 800 W. Nutzen Sie niemals eine Mehrfachsteckdose, sondern schließen Sie den Speicher direkt an eine Wandsteckdose an.
2. Schmelzgefahr verhindern: Festanschluss bei Leistungen über 800 W
- Die Gefahr: Bei dauerhaft hoher Belastung (Laden oder Entladen) können Standardstecker und -steckdosen gefährlich heiß werden. Dies kann zu Schmelzschäden am Gehäuse oder im schlimmsten Fall zu einem Schwelbrand führen.
- Die Lösung: Planen Sie, strukturell mit mehr als 800 W zu arbeiten? Dann nutzen Sie unbedingt einen eigenen (dedizierten) Stromkreis, der mit einem passenden Leitungsschutzschalter abgesichert ist. Wir empfehlen, den Stecker zu entfernen und das System über eine Herdanschlussdose o. Ä. fest mit der Hausverkabelung zu verbinden. Ein Festanschluss ist weitaus sicherer und eliminiert das Risiko von Übergangswiderständen am Kontaktpunkt.
3. Den richtigen Standort wählen: Belüftung und freie Fluchtwege
- Die Gefahr: Ein Speicher produziert während des Betriebs Wärme. In einem engen, geschlossenen Schrank kann diese Wärme nicht entweichen, was zur Überhitzung führt. Zudem darf ein Speicher niemals im Flur oder neben der Haustür stehen, da er im Brandfall den Fluchtweg blockieren könnte. Brennbare Materialien (wie Kartons oder Textilien) in der Nähe können einen kleinen Defekt rasch eskalieren lassen.
- Die Lösung: Stellen Sie den Speicher in einem gut belüfteten Raum auf, niemals in einem Fluchtweg. Halten Sie die Umgebung der Einheit vollständig frei von brennbaren Materialien.
4. Früherkennung: Rauchmelder direkt über dem Speicher
- Die Gefahr: Sollte im Inneren des Speichers etwas schieflaufen, zählt jede Sekunde. Ohne frühzeitige Warnung kann eine Rauchentwicklung unbemerkt bleiben, bis es zu spät is.
- Die Lösung: Installieren Sie immer einen Rauchmelder direkt über dem Speicher. So werden Sie bei den ersten Anzeichen von Rauch sofort alarmiert und können rechtzeitig das Haus verlassen.
5. Wartung: Defekte durch „Winterlagerung“ vermeiden
- Die Gefahr: Ein leer weggestellter Speicher kann eine „Tiefentladung“ erleiden. Das interne Batteriemanagementsystem (BMS) verbraucht permanent eine geringe Menge Strom. Sinkt die Spannung zu tief, können die Zellen dauerhaft beschädigt werden. Das macht den Speicher unbrauchbar und führt zu Instabilität sowie Brandgefahr beim nächsten Ladeversuch.
- Die Lösung: Lagern Sie den Speicher bei einem Ladestand zwischen 40 % und 60 % und trennen Sie ihn physisch vom Netz. Setzen Sie sich eine monatliche Erinnerung, um den Ladestand zu prüfen. Betrachten Sie es als „Einwinterung“ für Ihren Energiespeicher – eine kleine Mühe, die gefährliche Situationen verhindert.
6. Im Zweifel einen Experten hinzuziehen
Obwohl Heimspeicher auf Sicherheit ausgelegt sind, ist die Arbeit mit Elektrizität eine ernste Angelegenheit. Haben Sie Zweifel am Zustand Ihrer Hausinstallation, der Lastverteilung in Ihrem Sicherungskasten oder der korrekten Installation eines eigenen Stromkreises? Wir raten dringend dazu, eine Elektrofachkraft hinzuzuziehen. Ein professioneller Check der Unterverteilung und der Verkabelung gibt Ihnen die ultimative Sicherheit, dass Ihr Weg zur Energieunabhängigkeit zu 100 % sicher verläuft.
Mix-Serie: Mehr als nur Plug-and-Play
Obwohl die Mix-Serie mit einem Schuko-Stecker geliefert wird, handelt es sich in der Praxis nicht mehr um eine einfache „Steckerbatterie“. Um die hohen Leistungen sicher zu nutzen, sollte der Stecker entfernt und der Speicher über einen Festanschluss an einen freien Stromkreis angeschlossen werden.
Für eine Leistung bis zu 3.000 W ist ein separater Stromkreis mit einem 16A-Leitungsschutzschalter (Sicherungsautomat) erforderlich; für die maximale Leistung von 4.000 W ist ein 20A-Anschluss zwingend notwendig. Unserer Meinung nach ist der mitgelieferte Stecker fast schon überflüssig: Für die Sicherheit Ihrer Elektroinstallation ist ein Festanschluss schlichtweg der einzig richtige Weg.
ZenGuard: Sicherheit auf höchstem Niveau
ZenGuard ist das von Zendure weiterentwickelte Sicherheitssystem für LFP-Speicher und ist in der neuen Produktreihe vollständig implementiert.
ZenGuard-Sicherheitsfeatures
- Duale BMS-Architektur (Lokal + Cloud): Für maximale Ausfallsicherheit.
- Das lokale BMS überwacht kontinuierlich Strom, Spannung und Temperatur, sodass das System auch ohne Internetverbindung sicher funktioniert.
- Das Cloud-BMS analysiert den Zellzustand und warnt bei Abweichungen. Personenbezogene Daten werden dabei nicht verwendet.
Intelligente Selbstwartung
- Tiefentladungsschutz: Automatischer Schutz vor schädlicher Entladung.
- Selbstheizung: Integrierte Heizfunktion bei niedrigen Temperaturen, um die Leistung und Sicherheit auch im Winter zu gewährleisten.
- Smarte Ladestrategien: Intelligente Nutzung von AC-Ladung und Überschussproduktion Ihrer bestehenden PV-Anlage, um die Zellgesundheit zu fördern.
- Lebensdauer-Optimierung: Das System führt Wartungsaufgaben selbstständig aus, um die Lebenszyklus-Anzahl der Batteriemodule aktiv zu verlängern.
Aerosol-Brandschutzsystem
Ein Highlight in puncto Sicherheit: Ein integriertes Aerosol-Löschsystem aktiviert sich automatisch bei extremer Überhitzung oder Kurzschluss (ab ca. 170 °C). Das feste Löschmittel wandelt sich in ein Gas um, welches die Flammen chemisch unterdrückt und das System abkühlt – effektiv und ohne schädliche Rückstände zu hinterlassen.
Überdruckventil
Die SolarFlow Mix ist mit einem Überdruckventil ausgestattet. In dem unwahrscheinlichen Fall eines Defekts oder extremer Überhitzung, bei dem Gase in den Batteriezellen entstehen könnten, lässt dieses Ventil den Druck kontrolliert entweichen. Dies verhindert ein Bersten des Gehäuses und minimiert das Risiko einer explosiven Entzündung erheblich.
4. Unboxing
Die SolarFlow Mix ist mit über 80 kg ein absolutes Schwergewicht, weshalb die Lieferung auf einer Palette unumgänglich ist. Das Auspacken erwies sich dementsprechend als ordentliches Workout. Nachdem wir die Kunststoff-Clips gelöst und den Umkarton entfernt hatten, legten wir den Speicher vorsichtig horizontal auf ein Kissen, um den Boden der Verpackung zu lösen. Steht das Gerät erst einmal auf seinen eingebauten Rollen, lässt es sich geschmeidig an seinen Platz manövrieren. Aber täuschen Sie sich nicht: Selbst für zwei erwachsene Männer ist das Auspacken eine echte Herausforderung. Wir erreichen hier definitiv die Grenze dessen, was in Bezug auf Gewicht und Größe noch handlich ist.
Hinweis: Auf unserem Testgerät steht noch die alte Bezeichnung „SolarFlow 4000 Ultra AC+“. Dabei handelt es sich um ein Vorserienmodell; die finale Version, die nun im Handel erhältlich ist, trägt offiziell den Namen SolarFlow Mix.
Transportrollen

Die Transportrollen sind hochwertig verarbeitet und fühlen sich sehr solide an. Ein cleveres Detail ist die Feststellbremse: Damit lässt sich der Speicher am endgültigen Standort einfach fixieren, sodass das System sicher steht und nicht mehr verrutschen kann.
Lieferumfang
Im Karton befinden sich:
- SolarFlow Mix: Die Zentraleinheit mit integriertem 8-kWh-Akkumulator.
- AC-Kabel: Ein großzügig bemessenes Netzkabel mit einer Länge von 3 Metern.
- Montageset: Sämtliches Zubehör, um den Mix sicher an der Wand zu befestigen.
- Bedienungsanleitung: Ausgestattet mit einem QR-Code (Hinweis: Während unseres Tests war die digitale Version noch nicht aktiv).
- Anschlussmaterial: Zwei Steckverbinder für den PV-IN AC-Anschluss.
- Aderendhülsen: Für den sicheren Festanschluss der SolarFlow Mix an Ihre Hausinstallation (als Alternative zum mitgelieferten Stecker).
🔥 Verbesserungspotenzial: Ein Punkt, den Zendure noch optimieren könnte, wäre die Beigabe eines AC-Kabels mit offenen Aderenden. Ein solches Kabel würde den Festanschluss im Sicherungskasten erheblich vereinfachen, da Nutzer dann nicht den Stecker des Originalkabels abschneiden müssten – ein Schritt, der für viele eine Hemmschwelle darstellt. Wir haben dieses Feedback bereits an Zendure weitergegeben.
5. Design & Optik
Das Design der SolarFlow Mix kombiniert moderne Ästhetik mit intelligenter Funktionalität. Das robuste Metallgehäuse fungiert als passive Kühlung, wobei die Kühlrippen bei diesem Modell an die Rückseite verlegt wurden. Angesichts der hohen Leistungen, mit denen das System arbeitet, wird diese passive Kühlung durch eine aktive Kühlung ergänzt, um stets eine optimale Performance zu garantieren. Ein cleveres Detail ist die externe WLAN-Antenne an der Oberseite; sie sorgt für eine stabile Verbindung, selbst wenn das System an einem abgelegenen Ort wie der Garage steht.

LED-Indikatoren
An der Vorderseite befindet sich ein zentraler Statusbalken mit LED-Anzeigen. Diese geben Aufschluss über:
- AC-Status
- Ladestatus
- Verbindungstatus
Die Anzeige ist konsistent mit dem vertrauten Design anderer Zendure-Modelle.
Zugang & Anschlüsse
- Linke Seite: Hier befindet sich der AC-Netzanschluss sowie ein Drehschalter, um den Speicher komplett (hart) auszuschalten.
- Rechte Seite: Hier sind alle weiteren Anschlüsse untergebracht: LAN, COM, Kopplungsanschluss für Zusatzakkus, die Notstrom-Steckdose sowie der PV-IN AC-Anschluss für den Wechselrichter.
Alle Anschlüsse sind direkt zugänglich und übersichtlich angeordnet.
Praktische Details
Für Nutzer, die mehr Speicherkapazität benötigen, ist das System modular. Die SolarFlow Mix kann mit zusätzlichen 7-kWh-Batteriemodulen erweitert werden, die neben der Haupteinheit platziert und über ein DC-Kabel verbunden werden.
Das Gerät ist mit ca. 80 kg zwar schwer, lässt sich aber dank der stabilen Rollen gut manövrieren.
Das gesamte Layout ist gut durchdacht und wartungsfreundlijk.

6. Installation
Zeit für die Installation – und die ist bei der SolarFlow Mix eine interessante Geschichte. Vergessen Sie die „10-Minuten-Garantie“ durchschnittlicher Plug-and-Play-Speicher; dieses System spielt in einer ganz anderen Liga. Zwar lässt sich theoretisch noch ein Stecker nutzen, solange man unter 2.400 W in einem freien Stromkreis bleibt, doch selbst dann warnt Zendure vor dem Risiko einer Überhitzung der Hausinstallation.
Wollen Sie das volle Potenzial der 4.000 W Leistung ausschöpfen? Dann ist ein Festanschluss unvermeidlich – entweder an einem 16A-Stromkreis (bis 3.000 W) oder einem 20A-Stromkreis (bis 4.000 W) mit eigenem FI/LS-Schalter (Kombination aus Fehlerstrom- und Leitungsschutzschalter). Da Sicherheit bei diesen Leistungen an erster Stelle steht und wir keine zertifizierten Elektriker sind, halten wir unseren Rat simpel: Lassen Sie dies von einem Fachbetrieb durchführen. Die Investition in Ihre Sorgenfreiheit ist es mehr als wert. Da die Installation überschaubar bleibt (eigener Stromkreis, Sicherungsautomat), halten sich die Kosten mit ein paar hundert Euro im Rahmen.
Zudem ist aktuell noch nicht die gesamte Dokumentation verfügbar, und die genauen Möglichkeiten des PowerHubs stehen noch nicht fest. Ein weiterer Grund, hier vorsichtig und professionell vorzugehen.
🔥 Empfehlung: Beauftragen Sie einen Profi, um die SolarFlow Mix sicher anzuschließen. Gehen Sie beim Thema Sicherheit kein Risiko ein.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Kontrolle & Inbetriebnahme: Überprüfen Sie die LED-Indikatoren und die App, um sicherzustellen, dass alles korrekt funktioniert. Ab diesem Moment ist der Speicher einsatzbereit.
- Standortwahl: Platzieren Sie die SolarFlow Mix auf einem stabilen Untergrund, vorzugsweise im Innenbereich oder an einem geschützten Ort (trocken, staubfrei und innerhalb des Temperaturbereichs von 0 °C bis 55 °C beim Laden sowie -20 °C bis 60 °C beim Entladen). Achten Sie auf ausreichende Belüftung: Mindestens 15 cm Freiraum an den Seiten und 2 cm an der Oberseite sind erforderlich.
- Elektroanschluss 16A-Stromkreis: Festanschluss an einem eigenen Stromkreis mit FI/LS-Schalter für eine maximale Lade- und Entladeleistung von 3.000 W.
- Elektroanschluss 20A-Stromkreis: Für die volle Leistung von 4.000 W ist ein Festanschluss an einem 20A-Stromkreis mit entsprechendem FI/LS-Schalter erforderlich.
- App-Kopplung: Laden Sie die Zendure-App herunter, verbinden Sie den Speicher über WLAN, durchlaufen Sie die Konfiguration und fügen Sie die SolarFlow Mix einem HEMS-System hinzu. Der Prozess ist selbsterklärend.
- Befestigung: Mit den mitgelieferten Halterungen können Sie das Gerät an der Wand fixieren. Aus Sicherheitsgründen ist dies absolut empfehlenswert.
- D0-Zähler / CT-Klemmen: Koppeln Sie den Zendure D0-Zähler mit Ihrem digitalen Zähler und fügen Sie ihn in der App als neues Gerät hinzu. Sie haben hier die Wahl zwischen verschiedenen Optionen (Zendure, Shelly usw.).
- App-Kopplung: Laden Sie die Zendure-App herunter, verbinden Sie den Speicher über WLAN, durchlaufen Sie die Konfiguration und fügen Sie die SolarFlow Mix einem HEMS-System hinzu. Der Prozess ist selbsterklärend.
7. HEMS 2.0 & ZENKI 2.0: Der intelligente Motor hinter Zendure
Zendure hat zeitgleich mit der Hardware auch HEMS 2.0 und ZENKI 2.0 angekündigt. Wir haben die SolarFlow Mix bereits mit der Beta-Software dieser neuen Plattformen getestet.
Mit HEMS 2.0 geht Zendure einen entscheidenden Schritt weiter und entwickelt sich vom reinen Hardware-Anbieter zum System-Integrator. Das neue Home Energy Management System vernetzt Solarpaneele, Speicher, Wärmepumpen und Wallboxen (u. a. von Tesla) in einer einzigen intelligenten Plattform. Durch den dreistufigen Aufbau – die Geräte im Haus, die Zendure-Zentrale zur Vernetzung und die App zur Steuerung – arbeiten alle Komponenten nahtlos zusammen, um die Energieströme automatisch zu optimieren. Das System ist bereits mit allen relevanten Energieversorgern kompatibel, wodurch Haushalte ihre Energiekosten bei aktivem ZENKI-Modus spürbar senken können. Mit HEMS 2.0 positioniert sich Zendure als das Herzstück der häuslichen Energiewende.
Die eigentliche Intelligenz liefert ZENKI™ 2.0, ein KI-gestützter Algorithmus, der Energiebedarfe prognostiziert, plant und in Echtzeit steuert. In der Praxis bedeutet das: Der Speicher entscheidet eigenständig, wann das Laden oder Entladen wirtschaftlich am sinnvollsten ist. Zudem denkt der integrierte KI-Assistent aktiv mit, gibt Wartungsempfehlungen und optimiert die Effizienz basierend auf Ihrem Nutzungsverhalten.
Nachfolgend finden Sie eine kurze Übersicht der verschiedenen Funktionen.
8. App-Funktionen*
(*) Bezieht sich auf den aktuellen Funktionsumfang der Beta-Version.*
Bestimmungsoptionen und Steuerungsmodi
Sobald die SolarFlow Mix in das HEMS eingebunden ist, bietet die App fünf Standard-Modi zur Steuerung:
- Automatischer Modus: Eine benutzerfreundliche und effiziente Einstellung, die den Stromertrag automatisch basierend auf der vorhandenen Hardware und der Art des Stromvertrags optimiert. Bei dynamischen Tarifen erkennt das System selbstständig die günstigen Stunden, um den Speicher gegebenenfalls aus dem Netz nachzuladen. Bei Festtarifen liegt der Fokus hingegen voll und ganz auf der Speicherung von überschüssigem Solarstrom für die spätere Nutzung.
- ZENKI-Modus: Dieser intelligente Modus nutzt künstliche Intelligenz, um auf Basis von Echtzeitdaten (Solarertrag, Hausverbrauch, aktuelle Strompreise und Wettervorhersage) die optimalen Entscheidungen zu treffen. Das System plant das Laden und Entladen im Voraus, um die Stromrechnung maximal zu senken.
- Eigenverbrauchsmodus: In diesem Modus (Null-Watt-Einspeisung) steht die Maximierung des direkten Eigenverbrauchs im Mittelpunkt, um die Abhängigkeit vom Stromnetz zu verringern. Der erzeugte Solarstrom wird vorrangig an die Haushaltsgeräte geleitet; erst bei einem Überschuss wird der Akku geladen. Sobald die Sonne nicht mehr scheint, deckt der Speicher den Bedarf, bevor als letzte Instanz Strom aus dem Netz bezogen wird.
- TOU-Modus (Time-of-Use): Dieser Modus wurde speziell für Nutzer mit dynamischen Stromtarifen entwickelt. Hierbei lassen sich Preisgrenzen für „niedrige“, „mittlere“ und „hohe“ Tarife individuell festlegen. Das System reserviert genügend Kapazität, um sicherzustellen, dass während der teuersten Stunden des Tages immer ausreichend Energie zur Entladung bereitsteht, was die Ersparnis optimiert.
- Benutzerdefinierter Modus (Individuell): Dieser Modus bietet dem Nutzer die volle Kontrolle. Über einen Zeitplan lässt sich ein eigener Lade- und Entladeplan erstellen. Sie können pro Zeitblock (z. B. von 12:00 bis 18:00 Uhr) spezifisch festlegen, wie viel Leistung ins Haus eingespeist werden soll. Das System folgt diesen Vorgaben strikt.
Hierunter finden Sie einige Abbildungen der verschiedenen Modi (Optionen):
9. Home Assistant, Homey und lokale Steuerung
Offizielle Home Assistant-Integration
Zendure bietet eine offizielle Home Assistant-Integration, die eine vollständige lokale Steuerung der Speicher ermöglicht. Dazu gehören verschiedene Standard-Steuerungsmodi, bei denen mehrere Zendure-Speicher als eine einzige „virtuelle Batterie“ zusammengearbeitet werden können.
Damit sind Sie nicht mehr von einer Cloud-Umgebung abhängig, sollte Zendure jemals seinen Betrieb einstellen – ein beruhigender Gedanke bei einem Gerät, das mindestens 10 Jahre halten soll. Die SolarFlow Mix ist aktuell noch nicht in der Integration enthalten, da die Auslieferung erst für Mai/Juni geplant ist. Zendure wird die Integration rechtzeitig aktualisieren, um die SolarFlow Mix voll zu unterstützen.
Mit diesen Möglichkeiten positioniert sich Zendure als Spitzenreiter im Bereich der lokalen Steuerung und Home Assistant-Funktionalität auf dem Markt für Steckerbatterien. Dies gibt Ihnen zudem die Freiheit, Ihren bevorzugten Smart Meter (D0-Zähler) selbst zu wählen. Wenn Sie lieber die App zur Steuerung nutzen, können Sie die Integration auch dazu verwenden, lediglich den Status Ihrer Batterien in Home Assistant zu visualisieren.
Beispiel der Integration:
Offizielle Homey-Integration
Ebenfalls verfügbar ist eine offizielle Homey-Integration zur Steuerung der Zendure-Geräte.
ZenSDK (Lokale Steuerung)
Für Nutzer, die kein Home Assistant verwenden, gibt es die Möglichkeit der lokalen Steuerung über das ZenSDK. Das ZenSDK stellt eine lokale REST-API auf der SolarFlow Mix bereit, wodurch das System direkt im eigenen Netzwerk über HTTP-Requests gesteuert werden kann.
Anstatt auf externe Broker oder Cloud-Interaktionen angewiesen zu sein, können Status-Updates und Eigenschaften einfach über Standardbefehle abgefragt oder angepasst werden. Für versierte „Tweaker“ bedeutet dies einen enormen Gewinn an Privatsphäre und Zuverlässigkeit: Die Automatisierung Ihres Energiemanagements läuft vollständig lokal, ist unabhängig von einer Internetverbindung und reagiert ohne die Latenzzeiten eines Cloud-Servers.
Ein hervorragendes Beispiel für eine solche Integration ist die weit verbreitete „Gielz“-Integration. Mit all diesen Optionen setzt sich Zendure deutlich vom Wettbewerb ab und macht eine komplett lokale Steuerung zur Realität.
10. Solarmodule
Die Standard-Ausführung der SolarFlow Mix verfügt über keine direkten DC-Eingänge für Solarmodule; Nutzer, die ihre Paneele direkt anschließen möchten, sollten sich für die Mix Pro entscheiden. Die Standard-Mix bietet jedoch eine intelligente Lösung für bestehende Anlagen über den speziellen PV-IN AC-Eingang mit einer Kapazität von 5 kW. Hier kann ganz einfach ein vorhandener String- oder Mikrowechselrichter angeschlossen werden.
Ein großer Pluspunkt: Der Speicher kann hierüber auch bei einem Stromausfall weiter geladen werden, was ein zuverlässiges Backup-System garantiert. Obwohl die AC-Kopplung mit leichten Umwandlungsverlusten einhergeht, ist der Installationskomfort für bestehende PV-Systeme enorm. Zudem werden die Daten des gekoppelten Wechselrichters direkt in der Zendure-App visualisiert.
🔥 Wichtiger Hinweis: Wenn Module an den PV-IN AC-Eingang angeschlossen sind, steigt die maximale Ausgangsleistung ins Hausnetz von 4.000 W auf 5.000 W. Hierbei ist es zwingend erforderlich, dass die Hausinstallation alle Sicherheitsanforderungen erfüllt und mindestens ein 25A-Stromkreis dafür reserviert ist.
11. Off-Grid-Steckdose und Notstromversorgung
Off-Grid-Steckdose (Inselbetrieb)
Stellen Sie sich vor, in der gesamten Nachbarschaft fällt der Strom aus. Normalerweise schalten sich fast alle Solaranlagen und Heimspeicher aus Sicherheitsgründen sofort ab. Ohne die Netzfrequenz des öffentlichen Stromnetzes dürfen sie nämlich keinen Strom einspeisen. Hier macht die Off-Grid-Steckdose der SolarFlow Mix den entscheidenden Unterschied.
Wie es funktioniert: An der Seite der SolarFlow Mix-Einheit finden Sie eine physische Steckdose. Diese Steckdose ist vom restlichen Hausnetz entkoppelt. Sobald der Strom ausfällt oder wenn Sie den Speicher an einen Ort ohne Stromanschluss mitnehmen (z. B. in den Schuppen oder in den Garten), können Sie Geräte direkt hier anschließen.
- Leistung: Die Steckdose kann dauerhaft bis zu 3.680 W liefern, mit einer kurzzeitigen Spitzenlast (Anlaufstrom) von bis zu 7.200 W. Das ist mehr als genug für einen Kühlschrank, eine Gefriertruhe, eine Kaffeemaschine, einen Laptop oder den WLAN-Router.
- Reaktionszeit: Bei einem Stromausfall schaltet das System innerhalb von 10 Millisekunden auf den Batterieausgang um. Oft bemerken Sie gar nicht, dass der Netzstrom weg war.
Notstromversorgung
Mit der Markteinführung des PowerHubs wird es möglich sein, Ihre gesamte Wohnung mit Notstrom zu versorgen. Die exakte Funktionsweise ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht im Detail bekannt. Sobald uns der PowerHub vorliegt, werden wir diese Funktion ausführlich testen und die Informationen hier entsprechend ergänzen.

12. Praxistest: Nulleinspeisung
Während eines nächtlichen Tests im Modus der Nulleinspeisung lieferte die SolarFlow Mix ein hervorragendes Ergebnis: Mit einem Export von lediglich 0,026 kWh und einem Import von 0,029 kWh arbeitete das System extrem präzise. Wir haben diesen Test in Kombination mit dem Zendure D0-Zähler durchgeführt.
Dieses Resultat bestätigt, dass der Speicher eine exzellente „Set-and-Forget“-Lösung für Haushalte ist, die eine konsequente Nulleinspeisung anstreben. Beachten Sie jedoch, dass der Wechselrichter recht groß dimensioniert ist. Daher spielt die SolarFlow Mix ihre Stärken vor allem bei einem höheren Grundverbrauch (Last) voll aus. Bei einem geringeren Haushaltsverbrauch ist die SolarFlow 2400 AC+ eine passendere Alternative.



13. Praxistest: Round-Trip Efficiency (Wirkungsgrad)
Was ist die Round-Trip Efficiency?
Die Round-Trip Efficiency (RTE) gibt an, wie viel der im Heimspeicher gespeicherten Energie am Ende tatsächlich wieder nutzbar zur Verfügung steht. Beim Laden und Entladen einer Batterie geht immer ein Teil der Energie verloren – primär durch Wärmeentwicklung bei der Stromumwandlung und beim Transport.
Ein Beispiel: Bei einem Speicher von 10 kWh mit einer RTE von 90 % können effektiv 9 kWh genutzt werden, während 1 kWh im Prozess verloren geht. Wenn sich dies täglich wiederholt, summieren sich die Verluste über die Zeit zu einer beträchtlichen Energiemenge.
Testergebnisse und Vergleich
Wir messen die RTE der SolarFlow Mix mit einem MID-zertifizierten kWh-Zähler, der zwischen dem Speicher und dem Hausnetz installiert ist. Die vorläufig gemessene RTE der SolarFlow Mix liegt zwischen 86 % und 89 %. Diese Messung basiert auf einer Ladung von 10 % auf 100 % mit 3.000 W sowie einer Entladung von 100 % auf 10 % mit ebenfalls 3.000 W. Normalerweise führen wir RTE-Messungen bei 800 W durch, aber dieser Heimspeicher ist für deutlich höhere Leistungen konzipiert. Wir werden eine Tabelle mit den individuellen Testergebnissen ergänzen, sobald diese vollständig abgeschlossen sind.
RTE bei geringeren Leistungen und dynamischen Tarifen
Bitte beachten Sie, dass dies Ergebnisse unter Idealbedingungen sind. Sobald das System in einem Nulleinspeisungs-Szenario bei geringerer Leistung arbeitet, sinkt der Wirkungsgrad auf 78 % bis 82 %. Je niedriger die abgeforderte Last, desto ineffizienter arbeitet ein Wechselrichter – eine universelle Eigenschaft von Heimspeichern, die nicht nur auf Zendure beschränkt is.
Dieser Effizienzverlust entsteht, weil die fixen Eigenverbrauchsverluste (Nullastverluste) bei geringer Leistung relativ gesehen stärker ins Gewicht fallen. Für Nutzer mit einem dynamischen Stromtarif ist dies weniger problematisch, da es dort gerade vorteilhaft ist, in kurzer Zeit mit einer hohen Leistung zu laden oder zu entladen.
14. Praxistest: Wärme & Lautstärke
Wärmeentwicklung
Um die Wärmeentwicklung der SolarFlow Mix zu bewerten, haben wir das System während des Ladevorgangs einer thermischen Analyse mit einer Wärmebildkamera unterzogen. Nach zwei Stunden Ladezeit bei einer hohen Leistung von 3.000 W blieben die Temperaturen überraschend niedrig: Der wärmste Punkt an der Rückseite registrierte lediglich 34 °C. Für ein System, das über längere Zeit mit einer solchen Leistung arbeitet, sind dies hervorragende Werte, die auf eine sehr effiziente Kühlung hindeuten.





Analyse der Wärmeentwicklung (Laden bei 3.000 W)
| Messpunkt | Temperatur | Grenzwert (indikativ) | Bewertung |
| Geräterückseite | 34 °C | < 60 °C | Sehr gut |
| Sonstige Messpunkte | 25 – 32 °C | < 50 °C | Sicher |
Bewertung der gemessenen Temperaturen
Diese Ergebnisse bestätigen, dass die Kombination aus passiver und aktiver Kühlung der SolarFlow Mix effektiv funktioniert. Selbst bei dauerhafter Belastung bleibt die Temperatur in einem sehr moderaten Bereich, was der Zuverlässigkeit und der Lebensdauer des Systems zuguteommt.
Lautstärke

Neben der passiven Kühlung ist die SolarFlow Mix mit einer aktiven Belüftung ausgestattet, wodurch das System eine höhere Geräuschentwicklung aufweist als frühere Zendure-Geräte. Während unseres Lautstärketests aus einem Meter Entfernung haben wir einen Wert von 39 dB gemessen. Obwohl dies deutlich über den von Zendure angegebenen 25 dB liegt, ist ein solcher Wert angesichts der notwendigen aktiven Kühlung bei dieser Leistung absolut logisch. Zudem handelt es sich hierbei nicht um einen Heimspeicher, den man im Wohnzimmer platziert.
Wichtig anzumerken ist, dass unsere Messung den Schalldruckpegel ermittelt, was sich naturgemäß vom Schallleistungspegel unterscheidet, den Hersteller üblicherweise unter Laborbedingungen angeben.
Übrigens springt die aktive Kühlung nur dann an, wenn der Zendure Mix stark belastet wird. Bei einem Test mit einer Entladung von 250 W (was etwa dem Niveau eines durchschnittlichen Nulleinspeisung-Haushalts entspricht) ist lediglich ein leichtes Fiepen zu hören, wie man es von jedem Wechselrichter kennt, aber kein Lüftergeräusch.
15. Praxistest: Stand-by-Verbrauch
Ein entscheidendes Detail: Bei einer Restkapazität von 10 % zieht der Speicher laut unserem HomeWizard kWh-Zähler null Watt aus dem Stromnetz. Die Elektronik und das BMS (Batteriemanagementsystem) laufen in diesem Zustand also rein über die eigenen Reserven der Batterie.
Aktuell untersuchen wir den exakten Stand-by-Verbrauch genauer. Hierfür beobachten wir, wie lange es dauert, bis die Kapazität ohne aktive Last um einige Prozentpunkte sinkt.
16. Vergleich: AC-Heimspeicher
Die einzige echte Konkurrenz für die SolarFlow Mix-Serie ist die kürzlich vorgestellte Anker SOLIX Max AC. Dieses System bietet eine maximale Leistung von 3.500 W und eine beeindruckende Speicherkapazität von bis zu 42 kWh. Obwohl auch dieses Modell mit einem Stecker geliefert wird, gilt hier derselbe Sicherheitshinweis: Für einen stabilen Betrieb ist ein Festanschluss dringend zu empfehlen.
Die SolarFlow Mix ist das ideale Upgrade für Ihr Energiemanagement – besonders mit Blick auf künftige Änderungen bei der Einspeisevergütung und für Haushalte mit vielen Solarmodulen, E-Autos oder Wärmepumpen. Für Haushalte mit einem geringeren Energiebedarf bleibt die SolarFlow 2400-Serie (Pro und AC+) die zugänglichere Wahl. Diese Serie ist technisch nahezu identisch mit der SolarFlow Mix, bietet jedoch eine geringere Leistung und verzichtet auf den PV-IN AC-Eingang.
🔥 Anker SOLIX hat ebenfalls gerade einen neuen AC-Speicher eingeführt, den Anker SOLIX Max AC. Registrieren Sie sich jetzt auf der Anker-Website, um exklusive Early-Bird-Vorteile zu erhalten. Wir haben den Max AC bereits vor Ort und der ausführliche Testbericht folgt in Kürze.
17. Preis pro kWh
Der aktuelle Preis für die SolarFlow Mix beträgt 1.999 € / 250 € pro kWh (Stand: Mai 2026). Für einen Heimspeicher mit 8 kWh Speicherkapazität ist dies ein äußerst konkurrenzfähiger Preis. Bisher ist noch nicht bekannt, was die zusätzlichen 7-kWh-Batterieerweiterungen kosten werden, die voraussichtlich ab dem 4. Quartal (Q4) verfügbar sein sollen.
⚡ SolarFlow Mix – Preisempfehlungen
Alle Modelle mit 8 kWh Kapazität.
| Modell | Kapazität | UVP (€) | Preis/kWh (€) |
|---|---|---|---|
| SolarFlow 4000 Mix Pro | 8 kWh | € 2.399,- | € 300 / kWh |
| SolarFlow 4000 Mix AC+ | 8 kWh | € 1.999,- | € 250 / kWh |
| SolarFlow 3000 Mix AC+ | 8 kWh | € 1.699,- | € 212 / kWh 🏆 |
18. Fazit: Unser Urteil
Die SolarFlow Mix ist ein strategischer Meilenstein von Zendure, der die Lücke zwischen kompakten Steckerbatterien und vollwertigen Heimspeichern schließt. Die größten Pluspunkte? Geringere Installationskosten und eine nahtlose Integration in bestehende Photovoltaik-Anlagen. Nutzer profitieren zudem von Zendures marktführender Software, die besonders bei dynamischen Stromtarifen und einem fortschrittlichen HEMS (Home Energy Management System) glänzt.
Obwohl die SolarFlow Mix in Sachen Leistung und Sicherheit Ähnlichkeiten mit der SolarFlow 2400 AC+ aufweist, bietet sie einen entscheidenden Vorteil: eine deutlich höhere Leistung. Dies macht das System zur idealen Lösung für Haushalte mit hohem Stromverbrauch, vielen Modulen oder einem Elektroauto. Bei einer geringeren Grundlast bleibt die SolarFlow 2400-Serie (Pro oder AC+) weiterhin die beste Alternative. Die ersten Ergebnisse sind äußerst vielversprechend; wir freuen uns daher bereits auf unseren ausführlichen Test des angekündigten PowerHubs, der in Kürze folgt.
Unser Enthusiasmus für diese Serie ist so groß, dass wir sogar in Erwägung ziehen, unsere eigenen SolarFlow 2400 AC-Sets dagegen einzutauschen. Suchen Sie ein System mit hoher Speicherkapazität und massiver Leistung? Dann ist die SolarFlow Mix aus unserer Sicht eine absolute Kaufempfehlung.
ZENDURE
Vorteile
- ▸ Allgemein: Gelungenes Brückenprodukt zwischen Steckerbatterie und fest installiertem Heimspeicher
- ▸ Leistung: Mit 4.000 W maximaler Leistung ideal für energieintensive Haushalte
- ▸ Kompatibilität: Vollständige lokale Steuerung über die offizielle Home Assistant Integration, Homey Integration und ZenSDK
- ▸ Nulleinspeisung: Dieser Eigenverbrauchsmodus funktioniert hervorragend
- ▸ Wirkungsgrad: Mit etwa 86-89 % (vorläufig) sehr nachhaltig
- ▸ App: Software ist ‚Best in Class‘
- ▸ Solarmodule: Der PV-IN AC-Eingang mit 5 kW Kapazität ist eine schöne Ergänzung
- ▸ Preis: Wettbewerbsfähiger Preis für so viel Funktionalität und hohe Leistung
- ▸ Ausstattung: IP65, Doppel-BMS, Brandunterdrückung mit Aerosol und ein Überdruckventil
Nachteile
- ▸ Installation: Fachmann für den sicheren Anschluss erforderlich, dadurch etwas höhere Kosten
- ▸ Gewicht: Mit 80 kg an der Grenze des noch Handhabbaren
- ▸ Stecker: Kann direkt entfernt werden – besser ohne Stecker liefern angesichts der Leistungen
- ▸ Geräusch: Mit 39 dB höher als die angegebenen 25 dB
Besuchen Sie die Zendure Website für die aktuellen Preise.
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Häufig gestellte Fragen zur Zendure SolarFlow Mix (FAQ)
Was genau ist die Zendure SolarFlow Mix?
Die SolarFlow Mix-Serie ist ein leistungsstarkes, modulares Energiespeichersystem, das die Lücke zwischen einer einfachen Steckerbatterie und einem vollwertigen Heimspeicher schließt. Das System ist in verschiedenen Modellen erhältlich, darunter die hybride Mix Pro (mit integriertem String-Wechselrichter) und die AC-gekoppelten Mix AC+ Modelle.
Kann ich die SolarFlow Mix selbst installieren?
Obwohl das System als „Plug-and-Play“ präsentiert wird, ist für die maximale Leistung von 4.000 W ein Festanschluss an einen eigenen 20A-Stromkreis im Sicherungskasten erforderlich, der mit einem entsprechenden Fehlerstrom-Schutzschalter (FI/LS) abgesichert ist. Aufgrund der hohen Leistungen und Sicherheitsrelevanz wird dringend empfohlen, die Installation von einem zertifizierten Elektriker durchführen zu lassen. Die Kosten hierfür sind in der Regel überschaubar.
Wie hoch ist die Speicherkapazität und ist diese erweiterbar?
Die SolarFlow Mix 4000-Modelle verfügen über eine Basiskapazität von 8 kWh. Diese ist modular mit zusätzlichen Batterieeinheiten von je 7 kWh auf bis zu 50 kWh erweiterbar. Bitte beachten Sie: Das Modell 3000 Mix AC ist ein geschlossenes System und kann nicht erweitert werden.
Funktioniert die SolarFlow Mix mit meinen vorhandenen Solarmodulen?
Ja, die SolarFlow Mix AC+ Modelle wurden speziell für die mühelose Kopplung mit bestehenden PV-Anlagen jeglicher Marken entwickelt. Über den speziellen PV-IN AC-Eingang können auch Mikrowechselrichter mit bis zu 5 kW eingebunden werden.
Bietet das System eine Notstromversorgung bei Stromausfall?
Ja, die SolarFlow Mix verfügt über eine USV-Funktionalität (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) mit einer Umschaltzeit von weniger als 10 ms. Das System besitzt eine Notstromsteckdose, die 3.680 W Dauerleistung liefern kann. In Kombination mit dem PowerHub kann das gesamte Haus mit Notstrom versorgt werden.
Welche smarten Funktionen bietet die App?
Über die HEMS 2.0 und die ZENKI 2.0 AI-Engine bietet die App verschiedene Modi, darunter einen „Auto-Modus“ für dynamische Tarife, einen „ZENKI-Modus“, der auf KI-Basis Ladepläne erstellt, sowie einen Modus für Nulleinspeisung, um den Eigenverbrauch zu maximieren.
Wie hoch sind die Lebenserwartung und die Garantie?
Das System verwendet sichere LFP-Zellen, die für 10.000 Zyklen ausgelegt sind. Zendure bietet eine Produktgarantie von 10 Jahren, und die erwartete Lebensdauer beträgt 15 Jahre.
Sollten Sie noch Fragen zu dieser Bewertung haben, können Sie diese unten stellen. Wir werden sie so schnell wie möglich beantworten.
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Hybrid- und AC-Gekoppelte Speicher
Transparenz: Für diese Bewertung haben wir vom Hersteller vorübergehend ein Testexemplar des SolarFlow Mix erhalten. Wie immer basiert unsere Bewertung vollständig auf unseren eigenen Erfahrungen.
Mark Pullens ist Spezialist für die Energiewende mit einer einzigartigen Kombination aus technischer, finanzieller und marktspezifischer Expertise. Er war jahrelang bei einer Tochtergesellschaft von E.ON tätig, wo er für den Energieeinkauf, die Bruttomargenanalyse, das Risikomanagement und die Berechnung von Preisszenarien auf dem Großhandelsmarkt verantwortlich war. Dank dieses fundierten Hintergrunds bei einem der führenden europäischen Energieunternehmen versteht er wie kein anderer, wie dynamische Energietarife, Ausgleichsenergiepreise und Flexibilitätsmärkte wirklich funktionieren.
Seine Leidenschaft gilt der intelligenten Energiespeicherung, Heimspeichern, Hausautomation und der datengesteuerten Energiesteuerung. Bei Energienerds testet er Heimspeicher nicht nur auf ihre technische Leistung, sondern vor allem auf ihre wirtschaftliche Rentabilität im modernen Energiesystem: von der Round-Trip-Efficiency bis zur dynamischen Arbitrage, von Null-Export-Strategien bis hin zu smarten Kopplungen mit Smart-Metern, Home Assistant und KI-gestützter Ladelogik. Mit seiner Kombination aus Marktkenntnis, technischer Tiefe und praktischer Erfahrung hilft Mark Haushalten dabei, den maximalen Nutzen aus dynamischen Tarifen, smarter Steuerung und modernen Heimspeichern zu ziehen. Seine Analysen gelten als eine der unabhängigsten und zuverlässigsten Quellen im Bereich der intelligenten Energiespeicherung.





























das ist ja ein absolut geiler Bericht und nicht nur abgeschriebenes werbeblabla.
danke. bin schon auf den Anker Bericht gespannt.
da ich vorhabe den Speicher lokal per LAN in Homeassistent zu betreiben würde ich noch gerne erfahren welche Möglichkeit es gibt den vorhandenen SmartMeter (Tasmota Lesekopf) zu verwenden.
ich stelle mir mein Szenario so vor:
Nulleinspeisung so gut es geht. Aber sobald meine Wallbox das Auto lädt, soll der Speicher nichts mehr tun (die 8kwh kann ich fast komplett für die dunklen Stunden hernehmen, Grundlast bei fast 400watt + sonstige Verbraucher).
Ich brauche also einen Schalter in HA der sagt: nulleinspeisung ein/aus.
könnt ihr zur Anbindung weiterer smart meter was sagen?
Vielen Dank für das Kompliment! Zu deiner Frage: Ja, das ist durchaus machbar. Solange der SmartMeter in Home Assistant eingebunden ist, ist das gut möglich. Du kannst dafür ein Skript über eine Home Assistant Automation erstellen oder das Ganze über Node-RED lösen. Viel Erfolg!